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junge Frau lächelt und blickt leicht nach links

7 Dinge, die Twens für ein gutes Leben tun können

16.06.2022; aktualisiert: 22.07.2026 – Lesezeit: 5 Minuten Auch wenn es noch weit weg scheint: Schon mit Mitte 20 werden wichtige Weichen für ein langes, abgesichertes und zufriedenes Leben gestellt. Spätestens mit dem Berufsstart wird klar, dass die eigene Arbeitskraft rund 45 Jahre lang den Lebensunterhalt sichern muss. Daneben gibt es weitere Faktoren, die den Lebensweg positiv beeinflussen.

Inhaltsübersicht

Auf die Gesundheit achten Gute Ernährung Freundschaften pflegen Sich Ziele setzen Optimistisch sein Neugierig bleiben An die Altersvorsorge denken
Im Rahmen der Kommunikationsinitiative „7 Jahre länger” des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden sieben Faktoren genauer untersucht.

Auf die Gesundheit achten

Als Twen ist ein fitter, beweglicher und gesunder Körper selbstverständlich. Viele vergessen jedoch lieber, dass dieser Zustand nicht von Dauer ist. Es ist wichtig, früh mit einem gesunden Lebensstil anzufangen. Dazu gehört regelmäßige Bewegung. Diese kommt von allein, wenn man die richtige Sportart für sich findet. Sie sollte gut passen und Spaß machen. Wer sich durch Sport quält, wird es schwer haben, am Ball zu bleiben.
Man sollte Risikofaktoren wie übermäßigen Alkoholkonsum und Zigaretten meiden. Zigaretten rauben am meisten Lebenszeit. Wenn man raucht, sollte man versuchen, damit schnell wieder aufzuhören. Erkrankungen können bekämpft werden, wenn sie früh erkannt werden. Daher ist es wichtig, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. So können etwa Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsen-Erkrankungen und sogar Autoimmun-Krankheiten wie Rheuma und Krebs frühzeitig entdeckt werden. Ab 35 Jahren übernimmt die Krankenkasse alle drei Jahre die Kosten für einen Gesundheits-Check.

Gute Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist essenziell für ein langes, gesundes Leben. Deshalb ist es wichtig, kochen zu lernen. Wer kochen kann und nicht ständig zu Fertigessen greift, hat den Grundstein für eine gesunde Ernährung bereits gelegt. Denn natürliche Lebensmittel sind immer besser als industriell verarbeitete. Ausgewogen ernährt man sich mit viel Obst und Gemüse. Mit Fett und Zucker sollte man hingegen sparsam umgehen. Wer sich in der ersten Lebenshälfte nur mit „Müll” vollstopft, bekommt in der zweiten Lebenshälfte häufig die Rechnung dafür präsentiert. Meist kommt diese in Form von Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Freundschaften pflegen

Nie aufhören, neue Kontakte zu knüpfen und Zeit und Energie zu investieren, um diese zu pflegen. Denn soziale Interaktionen sind für ein gesundes und langes Leben immens wichtig. Freundschaften bewahren uns vor Einsamkeit. Sie regen zu einem aktiveren Lebensstil an und halten uns auch geistig fit. In jungen Jahren bieten sich außerdem mehr Gelegenheiten, neue Bekanntschaften zu finden, als im Alter.
Eine Studie mit mehr als 300.000 Probanden belegt, dass Menschen ohne gute Beziehungen zu Familie und Freunden ein um 50 Prozent höheres Sterberisiko haben als sozial aktive Personen. Der gesundheitliche Schaden durch Einsamkeit ist somit mit den Folgen von Alkohol-Missbrauch oder dem täglichen Konsum von 15 Zigaretten vergleichbar.

Sich Ziele setzen

Wofür steht man morgens auf? Wenn einem dazu nichts einfällt, sollte man das so schnell wie möglich ändern. Um ein erfülltes Leben zu führen, braucht man eine Mission, ein Ziel, das einen antreibt. Menschen müssen nach etwas streben, um sich weiterzuentwickeln und nicht zu verkümmern.
Dabei geht es nicht um starre, für alle Zeit gültige Ziele. Vorhaben müssen regelmäßig überdacht und an neue Lebensphasen angepasst werden. Prioritäten und Aufgaben können sich im Leben verschieben. Um eine Mission zu definieren, helfen folgende Lebensfragen: Was will ich auf der Welt, in der Gesellschaft oder der eigenen Gemeinde bewirken? Welche Fähigkeiten besitze ich, die anderen helfen könnten? Wie kann ich mit meiner Lebensweise andere inspirieren?

Optimistisch sein

Als Optimist hat man eine höhere Wahrscheinlichkeit, seinen 85. Geburtstag zu erleben. Und zwar um 50 bis 70 Prozent als bei einer Person mit negativen Einstellungen gegenüber dem Leben. Die gute Nachricht: Optimismus ist erlernbar. Das funktioniert ähnlich wie das Erlernen einer Fremdsprache. Zunächst muss man das Konzept im Gehirn verankern. Dazu macht man sich mit dem Thema vertraut.
Wie geht das? Man kann Bücher dazu lesen. Man kann sich mit optimistischen Menschen umgeben und optimistisches Denken und Handeln identifizieren. Um Optimismus zu trainieren, kann man ein Dankbarkeits-Tagebuch führen. Dafür setzt man sich jeden Abend für einige Minuten hin und notiert, wofür man dankbar ist. So lenkt man seinen Fokus auf das Positive.
Das Leben besteht aus guten und schlechten Tagen. Optimismus sollte authentisch und echt sein, nicht erzwungen. Übertriebene Positivität kann sich nämlich als toxisch erweisen. Es gibt immer wieder Phasen im Leben, in denen es Menschen nicht gut geht. Das sollte anerkannt und akzeptiert werden.

Neugierig bleiben

Wer neugierig bleibt und seinen Geist regelmäßig herausfordert, kann das Altern seines Gehirns deutlich verlangsamen. Die Wissenschaftlerin Giulia Galli und ihre Kollegen fanden in einer Studie mit Probanden jeden Alters heraus, dass Neugier zu einer besseren Erinnerung an gelernte Fakten führt. Diese Verbesserung der Lernfähigkeit übertrug sich auch auf andere Aufgaben. Neugierige Menschen leben länger. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, bei ihnen niedriger.
Um die eigene Neugier täglich zu trainieren, kann man auf dem gewohnten Weg zur Universität oder zur Arbeit noch nie beachtete Fassaden, Geschäfte oder Nebenstraßen entdecken. Schon durch triviale Fragen an die eigene Umwelt kann man diese mit anderen Augen sehen. So setzt man einen psychologischen Mechanismus in Gang, der einen dazu motiviert, nach Antworten zu suchen.

An die Altersvorsorge denken

Wer einen sorglosen Ruhestand anstrebt, muss sich auch finanziell darauf vorbereiten. Denn die gesetzliche Rente allein reicht nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Das Thema Altersvorsorge klingt zwar langweilig und kann auch komplex sein. Dennoch lohnt es sich, schon sehr früh damit zu beginnen. Dies ist mithilfe einer privaten Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung, Aktien oder Fonds möglich.
Zum Thema Altersvorsorge & Sparen informieren
Denn wer früh startet, kann mehr aus seinem Geld herausholen. Der wichtigste Verbündete dabei ist der Zinseszinseffekt. Je früher man anfängt, desto stärker wirkt er. So muss ein 20-Jähriger für eine monatliche Rente in Höhe von 1.000 Euro im Alter von 67 Jahren monatlich 178 Euro sparen, ein 30-Jähriger hingegen schon 290 Euro. Mit der sogenannten Frühstart-Rente möchte der Staat einem zeitigen Beginn des Sparens für die Altersvorsorge Rechnung tragen. Künftig sollen Kinder ab dem sechsten Lebensjahr einen monatlichen staatlichen Zuschuss von zehn Euro in einen Altersvorsorgevertrag erhalten.
Zur Frühstart-Rente informieren
Autorin

Katrin Seefried

Arbeitet seit 2012 bei der Sparkassen-Versicherung Sachsen. Als Blog-Redakteurin schreibt sie mit Herz und Neugier über Themen, die das Leben sicherer, einfacher und ein Stück besser machen.
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