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Vermögensbarometer 2025

So sorgt Deutschland fürs Alter vor

Dresden, 14. November 2025 – Lesezeit: 5 Minuten Finanziell geht es wieder bergauf und die Deutschen denken langfristig. Das zeigt das aktuelle „Vermögensbarometer 2025” des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Es steht unter dem Titel unter dem Titel „Sparen trifft Wertpapiere“. Immer mehr Menschen sind mit ihrer finanziellen Lage zufrieden. Und sie kümmern sich aktiv um ihre Zukunft.

Inhaltsübersicht

So denken die Deutschen über ihre Altersvorsorge Mehr finanzielle Zuversicht beim Blick aufs Alter Beim Thema Geldanlage bleibt Unsicherheit der Sparer Private Vorsorge ist entscheidend für den Lebensstandard im Alter Ihre passenden Bausteine für die Altersvorsorge
41 Prozent der Menschen sagen, dass es ihnen finanziell gut oder sehr gut geht. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Besonders optimistisch sind die Jüngeren: 71 Prozent der 16- bis 29-Jährigen erwarten, dass sich ihre Lage in den kommenden zwei Jahren verbessert.

Gerade beim Aufbau einer privaten Altersvorsorge ist jedoch nicht nur eine lange Ansparphase wichtig. Das eingezahlte Geld muss arbeiten und Rendite erwirtschaften. Zumindest ein Teil davon gehört an den Kapitalmarkt. Dieser ist für viele Menschen jedoch ein Buch mit sieben Siegeln, weshalb sie ihn meiden.

Vorsorge ist kein Verzicht – sie ist Gestaltung

Prof. Dr. Ulrich Reuter, Präsident des DSGV

Nachfolgend ein Zahlenbild über den Stand der privaten Altersvorsorge, basierend auf der Umfrage.

So denken die Deutschen über ihre Altersvorsorge

Fast zwei Drittel der Befragten (63 %) haben bereits etwas für ihre Altersvorsorge getan oder planen konkrete Schritte. Dies ist ein klarer Trend. Die Sorge um die eigene finanzielle Sicherheit im Alter wächst. Mit ihr wächst der Wille, selbst Verantwortung zu übernehmen. Nur noch 37 Prozent der Befragten geben an, bislang nichts unternommen zu haben. Besonders die jüngeren Generationen zeigen dabei eine neue Bereitschaft zur Vorsorge. Die Grafik zeigt eindrucksvoll: Die Mehrheit handelt und das immer früher.

Mehr finanzielle Zuversicht beim Blick aufs Alter

Auch das Vertrauen in die eigene Absicherung nimmt zu. 46 Prozent der Befragten glauben, dass sie ihre gewünschte finanzielle Sicherheit im Alter erreichen werden. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das ist ein starkes Signal. Wer sich frühzeitig um seine Altersvorsorge kümmert, spürt mehr Sicherheit. Wer handelt, fühlt sich besser. Grafik: Vor allem der Vergleich zu 2024 verdeutlicht den positiven Trend.

Beim Thema Geldanlage bleibt Unsicherheit der Sparer

So optimistisch viele auch in die Zukunft blicken, beim Thema Kapitalmarkt herrscht noch Zurückhaltung. Zwei Drittel der Befragten geben an, sich nicht gut mit Geldanlagen auszukennen. Mehr als die Hälfte (51 %) investiert ausschließlich in sichere Produkte und verzichtet damit auf mögliche Renditen. Lediglich 28 Prozent besitzen Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere. Hier zeigt sich: Wissen schafft Sicherheit, auch beim Anlegen. Wer versteht, wie Märkte funktionieren, kann seine Vorsorge gezielter gestalten. Die Grafiken verdeutlichen: Viele Menschen wünschen sich mehr Orientierung beim Thema Geldanlage.

Sachsen kennen sich mit Wertpapieren nicht gut aus

Die Sachsen haben im Vergleich der Bundesländer den größten Nachholbedarf, wenn es darum geht, sich in Sachen Wertpapiere fit zu machen. Nur 16 Prozent sagen, sie haben gute oder sehr gute Wertpapierkenntnisse. Im Bundesdurchschnitt sagen das 28 Prozent der Befragten. Demzufolge besitzen in Sachsen 72 Prozent der Menschen keine Wertpapiere. Das sind 16 Prozentpunkte mehr als der Bundesdurchschnitt.

Private Vorsorge ist entscheidend für den Lebensstandard im Alter

Die gesetzliche Rente allein wird künftig meist nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Deshalb setzen immer mehr Menschen auf private oder betriebliche Vorsorge. Dies tun sie beispielsweise in Form von Rentenversicherungen, fondsgebundenen Verträgen oder Sparplänen. Je früher man beginnt, desto stärker wirken Zinseszins-Effekt und steuerliche Vorteile. Regelmäßiges Sparen ist und bleibt zudem der wichtigste Schritt. In der Umfrage halten über 75 Prozent der Befragten das für „sehr wichtig“.
Gut zu wissen: Vorsorge muss nicht kompliziert sein. Schon kleine, regelmäßige Beiträge können auf Dauer viel bewirken. Entscheidend ist, den eigenen Weg zu finden – ob sicherheitsorientiert, flexibel oder mit mehr Renditechancen.

Ihre passenden Bausteine für die Altersvorsorge

1. Private Rentenversicherung

Sicherheit mit System

Wer langfristig Sicherheit sucht, findet mit der privaten Rentenversicherung eine verlässliche Basis. Mit garantierten Leistungen und flexiblen Beiträgen lässt sich die Rente individuell gestalten. Egal, ob Sie sich für eine Einmalzahlung oder regelmäßige Sparbeiträge entscheiden. Das ist ideal für alle, die Wert auf Sicherheit und Planbarkeit legen. Vorteile auf einen Blick:
lebenslange Rentenzahlung oder Kapitalauszahlung möglich garantierte Leistungen plus Überschussbeteiligung flexible Gestaltung bei Laufzeit und Beitragshöhe

2. Fondsgebundene Rentenversicherung

Chancen auf Rendite nutzen

Wenn Sie auf mehr Wachstum setzen möchten, können Sie mit einer fondsgebundenen Variante die Chancen der Kapitalmärkte nutzen. Auf Sicherheit müssen Sie trotzdem nicht verzichten. Ein Teil des Beitrags fließt hier in Fonds, die zu Ihrer persönlichen Risikoneigung passen. Das Angebot ist besonders geeignet für alle, die langfristig denken und Renditechancen nutzen möchten. Vorteile auf einen Blick:
attraktive Ertragschancen durch Investmentfonds flexible Fondswahl und Möglichkeiten zur Umschichtung garantierte Grundabsicherung für den langfristigen Vermögensaufbau

3. Betriebliche Altersversorgung

Mit dem Arbeitgeber fürs Alter sparen

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist eine einfache Möglichkeit, steuerlich gefördert zusätzlich fürs Alter vorzusorgen. Ein Teil des Bruttogehalts fließt in die Altersvorsorge. Dies wird durch Steuer- und Sozialabgaben-Ersparnisse gefördert und oft auch durch Arbeitgeberzuschüsse. Das ist empfehlenswert für Angestellte, die ihre Vorsorge kosteneffizient ausbauen möchten. Vorteile auf einen Blick:
staatliche Förderung durch Steuer- und Sozialabgaben-Vorteile häufig Arbeitgeberzuschüsse einfache Abwicklung über den Arbeitgeber

4. Zusatzschutz durch eine Berufsunfähigkeits-Versicherung

Einkommen absichern

Eine stabile Altersvorsorge beginnt mit der Absicherung der Arbeitskraft. Die Berufsunfähigkeits-Versicherung schützt das Einkommen und den Lebensstandard, falls eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eintritt. Sie sichert somit auch die spätere Altersrente ab. Sie ist sinnvoll für alle, die ihr Einkommen als wichtigste Grundlage ihrer Zukunft sehen. Vorteile auf einen Blick:
monatliche Rente bei Berufsunfähigkeit Möglichkeit, Absichern und Sparen in einem Produkt zu verbinden kombinierbar mit anderen Vorsorge-Produkten.

Ein Fazit des Vermögensbarometers 2025 lautet:

Immer mehr Menschen wollen sich nicht auf Zufälle verlassen oder von Entscheidungen anderer abhängig sein. Sie wollen ihre Zukunft selbst gestalten. Die Altersvorsorge ist kein Thema für später, sondern für heute. Gerade auch die Jüngeren wissen das. Wer jetzt beginnt, legt den Grundstein für finanzielle Gelassenheit im Alter.
Quelle:
Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV):
Vermögensbarometer 2025
  Studie:
Die Grundlage der Studie Vermögensbarometer ist eine repräsentative Online-Befragung. Diese hat der DSGV in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Wirtschafts- und Finanzmarktforschungsinstitut Kantar durchgeführt. Dafür wurden zwischen dem 4. und 23. Juli 2025 über 4.800 Personen ab 16 Jahren in Deutschland zu ihrem Spar-, Finanz- und Vorsorgeverhalten befragt.
Autorin

Katrin Seefried

Arbeitet seit 2012 bei der Sparkassen-Versicherung Sachsen. Als Blog-Redakteurin schreibt sie mit Herz und Neugier über Themen, die das Leben sicherer, einfacher und ein Stück besser machen.
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