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Berufswahl entscheidet über Rentenhöhe, Wohnort über Kaufkraft: Prognos-Studie zeigt die Rentenperspektiven in Sachsen 2040

Dresden, 25. Februar 2016

 
Wenn für die heute reichlich 40-Jährigen in Sachsen 2040 der Ruhestand beginnt, werden sie mehr Geld im Portemonnaie haben als die jetzige Rentnergeneration. Die Differenz zu ihrem vorherigen Einkommen wird aber deutlicher höher ausfallen als gegenwärtig. Und entscheidend dafür, was sie sich von ihrer Rente leisten können, wird sein, ob sie in Dresden oder im Erzgebirgskreis wohnen.

 
Kaufkraft der Rente in Dresden am geringsten

Ein Euro Rente ist nicht automatisch ein Euro Kaufkraft. Was man sich von seiner Rente leisten kann, hängt entscheidend vom Niveau der Lebenshaltungskosten in der Region, in der man lebt, ab. Das weisen die Prognos-Experten mit ihrer Studie "Rentenperspektiven 2040" nach. Auf der Basis eines für Rentner typischen Warenkorbs haben sie die regionale Rentenkaufkraft in allen 402 Landkreisen in Deutschland untersucht und für Sachsen festgestellt, dass diese in Dresden im Vergleich zu allen anderen Landkreisen am geringsten ist und unter dem Bundesdurchschnitt liegen wird. Auch in den beiden anderen Großstädten Leipzig und Chemnitz ist das Leben überdurchschnittlich teuer und die Kaufkraft unterdurchschnittlich. Hintergrund sind insbesondere die deutlich höheren Ausgaben für Wohnen. Von der im sächsischen Vergleich höchsten Kaufkraft im Ruhestand profitieren die Rentner im Erzgebirgs- und Vogtlandkreis.

 
Berufswahl entscheidet über Rentenhöhe

Anhand von sechs Erwerbsbiografien - drei für Frauen- und drei für Männerberufe - wird sichtbar: Mit der Berufswahl und ihren Einkommensperspektiven werden auch die Weichen für die spätere Rentenhöhe gestellt. Die Studie bildet für die jeweiligen Berufe typische Erwerbsbiografien ab und berücksichtigt auch Unterbrechungen, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit oder Kindererziehung und Reduzierungen der Tätigkeitsdauer durch Teilzeit oder vorzeitigen Rentenbeginn.

Im Vergleich zum Modell des so genannten "Eckrentners" mit 45 oder künftig 47 Jahren kontinuierlicher Erwerbstätigkeit und gleichbleibendem durchschnittlichen Einkommen zeichnet sie damit die realen Veränderungen in der heutigen Arbeitswelt nach. In die Erwerbsbiografie eines Elekroinstallateurs ist zum Beispiel ein früherer Rentenbeginn eingeflossen, in die einer Verkäuferin mit zwei Kindern sind Erziehungszeiten und zeitweise Tätigkeit in Teilzeit eingeflossen.

 
Bruttorentenniveau sinkt

Die Studie "Rentenperspektiven 2040" zeigt auch die Auswirkungen des Auseinanderfallens von Lohn- und Rentenentwicklung. Im Vergleich zu 2014 sinkt das Bruttorentenniveau bei allen untersuchten Erwerbsbiografien. Die Schere zum vorherigem Erwerbseinkommen öffnet sich weiter. Besonders groß ist die Differenz bei Berufen mit vergleichsweise hohen Erwerbseinkommen. Ingenieure oder Teamleiterinnen erreichen nur ein Bruttorentenniveau von knapp über 30 Prozent.

 
Rente muss länger reichen

Dank steigender Lebenserwartung hat sich auch die Zeit des Ruhestands und damit des Rentenbezugs verlängert. Für den in der Studie untersuchten Geburtsjahrgang 1973 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern 83,4 und bei Frauen 87,9 Jahre. "Die Menschen wollen nach dem Erwerbsleben ihren Ruhestand genießen und nehmen sich in der Regel dafür viel vor", sagt Gerhard Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Versicherung Sachsen. "Mit den Informationen über das künftige Alterseinkommen vermitteln wir das notwendige
Wissen für die finanzielle Planung dazu."

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