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    Warum Sie lachend länger und besser leben

Dresden, 30.04.2019 | (GDV/ ks)
 
In einer nicht repräsentativen Schnellumfrage unter unseren Agenturleitern haben wir herausgefunden, dass in ihren Kundengesprächen – obwohl sich diese um Versicherungen drehen – auch gelacht wird. Gemeinsames Lachen stärkt nicht nur eine vertrauensvolle Kundenbeziehung, sondern Lachen ist so gesund wie Joggen.
 

Humor ist ein Stresskiller

Wer nämlich trotz kleiner und großer Probleme mit Humor aufs Leben blickt, kann selbiges damit verlängern. Aber Lachen ist aus Sicht der Wissenschaft noch nicht einmal das Wichtigste. Das erklärt Willibald Ruch, Professor für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik an der Universität Zürich. Er ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Humorforschung und widmet sich seit 40 Jahren der Lebensfreude und dem Lachen mit wissenschaftlichem Ernst. (Das muss ein Traumjob sein.)
 
Aus zahlreichen Studien weiß er: Humor ist weit mehr als Witze erzählen oder den „Klassenclown“ geben. Und hat nichts damit zu tun, ob wir Mario Barth brüllend komisch finden oder vor seinen Gags schreiend davonlaufen. „Humor ist eine Charakterstärke, die das Leben erleichtert“, sagt Ruch. „Durch ihn kommen wir mit widrigen Situationen des Alltags wie Krankheit und Verlust besser zurecht, verfallen weniger in Stress und negative Gefühle – und können dadurch auch den Alterungsprozess positiv beeinflussen.“
 

Humor steigert die Lebenszufriedenheit

Vor allem der soziale Aspekt, das Miteinander-Lachen, tue der geistigen Gesundheit immens gut, so der Psychologe. Wie kaum etwas anderes helfe Humor, Freundschaften zu pflegen und Bindungen zu stärken. Sogar eine lebensverlängernde Wirkung hält der Humorexperte nicht für ausgeschlossen. Bei Sorgen, Stress oder Einsamkeit könne Humor wie ein Gegenmittel wirken. „Das erhöht durchaus die Chance auf ein längeres Leben.“ Zudem ermöglicht Humor, sich und seine Schwächen nicht allzu ernst zu nehmen, sondern auch mal über sich selbst zu lachen.
 

Humor verlängert das Leben

Zaubert Humor also nicht nur Freude in unser Leben und Lachfältchen in unser Gesicht? Die Forschung steht hier noch ganz am Anfang. Die ersten Ergebnisse sind allerdings ein Weckruf für alle Miesepeter unter uns. Eine Langzeitstudie der Harvard-Universität zeigte, Teilnehmer, die bereits in ihren jungen Jahren humorvoll waren, beschrieben ihr Leben nicht nur als besonders glücklich, sondern sie wurden auch am ältesten. Demnach kann Humor das Leben im Alter um rund 20 Prozent verlängern. Das fand ein norwegisches Forscherteam heraus. Vor allem weil Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionen und Krebs deutlich seltener auftraten beziehungsweise die Genesung positiver verlief. Zudem schätzten Menschen mit viel Humor ihre Gesundheit besser ein und fühlten sich gesünder als ihre eher sauertöpfischen Studien-Mitstreiter. Lachfalten sind doch die schönsten Zeugen eines langen Lebens oder?
 

Lachen ist so gesund wie Joggen

Lachen ist die beste Medizin, sagt der Volksmund. Und die Medizin hat den Frohsinn mittlerweile als therapeutisches Mittel entdeckt. Blutdruck und Schmerzempfindlichkeit sinken, die Verdauung wird angeregt, wir schlafen besser. Klinikclowns verbessern die geistige Verfassung von Demenzpatienten. Durch Humortrainings werden Menschen mit Depressionen erfolgreich behandelt. Noch Stunden nach einem Lachanfall ist die Zahl der natürlichen Killerzellen im Blut erhöht, was die Abwehr gegenüber Krebs und kardiovaskulären Krankheiten stärkt. 20 Sekunden Lachen entsprechen etwa der körperlichen Leistung von drei Minuten schnellem Rudern oder Laufen.
 

Humor kann man trainieren

Zum Beispiel bei Lachyoga und -meditation wird unter fachmännischer Anleitung der Heiterkeit gefrönt. Von den rund 240 dieser quietschvergnügten Vereine in Deutschland finden sich etliche auch in Sachsen.
 
Für die positive Wirkung des Humors sei das Lachen aber gar nicht so wichtig, sagt Willibald Ruch. „Es gibt Lachen ohne Humor und auch Humor ohne Lachen.“ Etwas im Stillen mit Humor zu bearbeiten, sei viel effektiver als am Stammtisch den Kalauerkönig zu geben. Und noch eine gute Nachricht: Grundsätzlich besitzt jeder Mensch die kognitiven Grundlagen für das Verstehen von Witz und Komik. „Früher bestand die Auffassung: Entweder man hat Humor oder nicht. Das ist falsch. Humor lässt sich sogar trainieren“, so der Psychologe.
 

Hier weitere Alltagstipps des Humorforschers:

  • Ein Humor-Tagebuch führen.
  • Mehr Aufmerksamkeit für die vielen komischen Momente des Alltags entwickeln.
  • Kontakt mit Menschen pflegen, die einen ähnlichen Humor haben.
Zusatz-Tipp: Jeder erste Sonntag im Mai wird jährlich als Weltlachtag gefeiert. Das ist die Gelegenheit für neue Lachfalten. Wer meint, dass er jetzt gar nichts zum Lachen findet, gibt einfach mal in die YouTube-Suche "Witz vom Olli" ein. Danach weiß man, warum Lachen ansteckend ist.
Übrigens: Wer herzhaft lacht, zeigt unweigerlich seine Beißerchen. Aber auch an diesen nagt irgendwann der Zahn der Zeit. Damit Sie nicht wegen Zahnproblemen auf das Lachen verzichten müssen, finden Sie hier alle Informationen zur Krankenzusatzversicherung für Zahnersatz und Zahnbehandlung.
Ab sofort gilt bei uns das Motto: Heiter weiter!

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