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  • Wegweiser 2025 und 2026 – Symbolbild für gesetzliche Änderungen und Neuerungen 2026

    Änderungen für das Jahr 2026 kompakt

Dresden, 9. Januar 2026 | (ks)
 
Neues Jahr, neues Glück – und natürlich auch neue Regeln. Während die letzten Silvesterraketen noch nachglimmen, hat der Gesetzgeber die Liste für 2026 bereits fertiggestellt. Wir zeigen Ihnen, was günstiger und was teurer wird und welche Neuerungen Sie wirklich betreffen. Als Bürger, Verbraucher, Steuerzahler, Rentner oder Autofahrer.
 
Damit Sie sich nicht selbst durch Gesetzestexte wühlen müssen, gibt es hier einen kompakten Überblick.
 
 

1) Energie und Klima

Gasspeicherumlage fällt weg
Ab 1. Januar 2026 entfällt die Gasspeicher-Umlage. Für einen typischen Haushalt mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh bedeutet das laut Bundesregierung eine Entlastung von rund 58 Euro im Jahr. Je nach Wohnsituation und Verbrauch kann die Entlastung natürlich abweichen.
 
Strom-Netzentgelte werden gedämpft
Für das Jahr 2026 ist ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro zu den Übertragungsnetzkosten vorgesehen. Das kann Stromkundinnen und Stromkunden entlasten. Wie stark die Entlastung ausfällt, hängt vom Netzgebiet und Anbieter ab.
 
CO₂-Preis steigt (Heizen und Tanken)
2026 wird der nationale CO₂-Preis nicht mehr als fester Betrag, sondern in einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne ermittelt. Das macht fossiles Heizen und Tanken teurer. 
Hintergrund CO₂-Preis
    • 2026 erfolgt die Preisbildung im Korridor von 55 - 65 Euro (Versteigerung/Handel im nationalen System).
    • Beispielrechnungen zu Mehrkosten beim Heizen bietet die Verbraucherzentrale.

2) Arbeit, Lohn und Ausbildung

Mindestlohn steigt
Seit 1. Januar 2026 gilt: 13,90 Euro brutto pro Stunde (nächster Schritt 2027: 14,60 Euro).
 
Minijob-Grenze steigt
Die durchschnittliche Monatsgrenze liegt 2026 bei 603 Euro.
 
Mindest-Ausbildungsvergütung steigt
Für neue Azubis (Start 2026) beträgt die Mindest-Ausbildungsvergütung im 1. Lehrjahr 724 Euro brutto/Monat.
 
Sonderregelung für 24 Monate Kurzarbeitergeld
Statt die üblichen 12 Monate gibt es weiterhin 24 Monate Kurzarbeitergeld. Diese Sonderregelung ist bis 31. Dezember 2026 befristet.
 

3) Steuern

Grundfreibetrag
Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 €
(Dieses Existenzminimum bleibt steuerfrei).
 
Familien: Kindergeld und Kinderfreibetrag

Kindergeld: 259 Euro pro Kind/Monat
Kinderfreibetrag: 9.756 Euro
 
Pendlerpauschale: 38 Cent ab dem ersten Kilometer
Die Entfernungspauschale liegt 2026 einheitlich bei 38 Cent pro Kilometer – und zwar ab dem ersten Kilometer (verkehrsmittelunabhängig).
 
Gastronomie: Sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen
Für Speisen in der Gastronomie gilt seit 1. Januar 2026 dauerhaft der ermäßigte Satz von sieben Prozent (Getränke bleiben i. d. R. mit 19 Prozent besteuert).
 
Ehrenamt wird steuerlich höher gefördert
Zum 1. Januar 2026 wurden die Ehrenamts-Pauschale von 840 auf 960 Euro angehoben. Die Übungsleiterpauschale stieg von 3.000 auf 3.300 Euro.
Scrabble-Steine bilden Schriftzug Kindergeld

4) Mobilität

Deutschlandticket
Seit Januar 2026 kostet das Deutschlandticket 63 Euro pro Monat.
 
E-Autos: Kfz-Steuerbefreiung um fünf Jahre verlängert
Reine E-Autos bleiben steuerlich begünstigt. Auch wer sein Fahrzeug nach dem 31.12.2025 zulässt oder umrüstet, kann die Steuerbefreiung erhalten – allerdings längstens bis Ende 2035.
 

5) Rente

Rentenanpassung zum 1. Juli (Prognose)
Zum 1. Juli 2026 wird die Rente angepasst. Für die Höhe gibt es Prognosen (laut Rentenversicherungsbericht ein Plus von rund 3,7 Prozent). Verbindlich wird es erst nach der Festlegung im Frühjahr.
 
Aktivrente: bis zu 2.000 Euro steuerfrei dazuverdienen
Seit 1. Januar 2026 können Menschen nach Erreichen der Regelaltersgrenze, die weiter angestellt arbeiten, bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei hinzuverdienen. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fallen weiterhin an.
 
Frühstart-Rente
Ende 2025 hat die Bundesregierung die Eckpunkte zur Frühstart-Rente beschlossen. Das Papier dient als Grundlage für den Gesetzesentwurf der Frühstart-Rente, den die Bundesregierung 2026 beschließen will. Das Gesetz soll dann rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.
 
lächelnder Tischler im Seniorenalter hält Hobel in der Hand
Eine staatlich geförderte Altersvorsorge ist für jeden empfehlenswert. Wie sieht es bei Ihnen aus? Nutzen Sie staatliche Förderungen und Steuerersparnisse und legen Sie am besten 2026 los.
 

6) Soziales

Private Krankenversicherung
Viele, die privat krankenversichert sind, werden 2026 höhere Beiträge zahlen müssen.  Laut Verbraucherzentrale NRW sind es bereits zum Jahresbeginn rund 60 Prozent der Versicherten. Ihre Krankenkassen-Kosten steigen um rund 13 Prozent.
 
Gesetzliche Krankenversicherung
Auch viele (aber nicht alle) gesetzliche Versicherte müssen 2026 höhere Kosten stemmen. Große Krankenkassen wie die AOK haben bereits eine Erhöhung des Zusatzbeitrages angekündigt. Die Techniker Krankenkasse hob ihren zum 1. Januar von 2,45 auf 2,65 Prozent an.
 
Auch 2026 mehr Kinderkrankengeld-Tage
Der erweiterte Kindenkrankengeld-Anspruch für gesetzlich Krankenversicherte bleibt auch im Jahr 2026 bestehen. Jedes Elternteil kann damit 15 Tage beim kranken Kind bis zu dessen 12. Lebensjahr bleiben und Kinderkrankengeld bekommen. Alleinerziehende können 30 Tage in Anspruch nehmen.
 
Bürgergeld
2026 gibt bes bei der Höhe des Bürgergeldes eine Nullrunde. Voraussichtlich zum 1. Juli soll es in Grundsicherungsgeld umbenannt werden, wenn das Gesetz zur Grundsicherung für Arbeitssuchende in Kraft tritt. Das Gesetz sieht auch schärfere Regeln und Möglichkeiten für Sanktionen vor.
 
Recht auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler
Erstklässler haben ab dem 1. August 2026 einen Anspruch auf Ganztgsbetreuung. Der Rechtsanspruch wird stufenweise ausgebaut. Ab dem Schuljahr 2029/30 gilt er für alle Grundschüler der Klasen 1 - 4.
 

7) Sicherheit und Staat

Ab Anfang 2026 bekommen alle 18-Jährigen einen Fragebogen zur Erfassung von Motivation und Eignung für die Bundeswehr. Männer müssen antworten. Frauen können freiwillig antworten.
 
Hintergrund Wehrdienst
  • Beim neuen Wehrdienst wird so lange wie möglich auf Freiwilligkeit gesetzt. Sollte sich die sicherheitspolitische Lage verschärfen oder sich nicht ausreichend viele Menschen gemäß den Zielvorgaben freiwillig melden, kann auf Antrag der Bundesregierung eine „Bedarfswehrpflicht“ vom Bundestag per Gesetz beschlossen werden. Damit soll die Lücke zwischen dem Bedarf der Bundeswehr und der tatsächlichen Zahl der Verfügbaren geschlossen werden.
     
    Gesetzliche Grundlage:
    Die Modernisierungen beim Wehrdienst basieren auf dem Wehrdienst-Modernisierungsgesetz (WDModG).

8) Verbraucherschutz und Alltag

SCHUFA wird transparenter
Ab Ende März 2026 soll der neue SCHUFA-Score für Verbraucher nachvollziehbarer und digital einsehbar sein. Erklärlogik und vereinfachte Kriterien sind ebenfalls enthalten.
 
Lachgas & „K.O.-Tropfen“-Stoffe: strengere Regeln
Ein neues Gesetz soll den Missbrauch dieser Stoffe eindämmen. Lachgas ist für Minderjährige verboten. Außerdem werden bestimmte Stoffe reguliert, die als „K.O.-Tropfen“ missbraucht werden können.
 
Honigetikett: mehr Klarheit was drin steckt
Bei Mischhonig müssen ab 14. Juni 2026 die Herkunftsangaben transparenter werden (EU-Vorgaben).
 

9) Europa und Reisen: Bulgarien zahlt jetzt mit Euro

Bulgarien ist seit dem 1. Januar 2026 im Euroraum. Das ist praktisch für Reisen, Preisvergleiche und die Urlaubskasse.
 
2026 bringt einige echte Entlastungen (Gasumlage, Netzentgelte, Freibeträge), aber auch neue Kostentreiber (CO₂-Preis, Deutschlandticket). Wer seine Verträge, Abschläge und Steuer-„Standardfälle“ einmal kurz checkt, hat gute Chancen, dass das neue Jahr nicht nur neu, sondern auch ein bisschen günstiger startet.
 

Und das gibt es auch noch: Mit nur sieben Klicks kann jeder Bürokratie abbauen

Meckern war gestern! Denn jetzt kann jeder über das neue digitale Bürokratie-Meldeportal „Einfach Machen“ beim Bürokratieabbau helfen. Mit nur sieben Klicks können bürokratische Hürden beschrieben und konkrete Verbesserungsvorschläge eingereicht werden. Jede Meldung wird kategorisiert und analysiert.
 

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