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  • Ein grünes Holzferienhaus steht romantisch am See.

    Fake-Angebote für Ferienhäuser und -wohnungen erkennen

Dresden, 17.06.2021 | (ks)
 
Der Sommer naht, das Virus schwindet und Urlaubsträume nehmen wieder Kontur an. Viele freuen sich auf einen Tapetenwechsel und buchen Ferienwohnungen oder -häuser. Damit die neue Reiselust nicht in Reisefrust umschlägt, warnen diverse Verbraucherportale, unter anderem das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) vor Betrugsmaschen mit Feriendomizilen.
 
Fällt man auf unseriöse Anbieter oder Betrüger herein, landet man womöglich in einer hässlichen Brutzelbude, mitten auf einer Baustelle, das Objekt existiert überhaupt nicht oder ist bereits belegt. Eine Horrorvorstellung, mit der ein Urlaub nicht beginnen sollte. Verbraucherschützer beobachten vermehrt Fake-Angebote. Und für Laien wird es immer schwieriger, diese zu erkennen.

Tipps für die Buchung einer Ferienwohnung/ Ferienhaus

Das Mietobjekt mit realistischem Blick prüfen

  • Traumhaftes Objekt zum unschlagbar günstigen Preis – das ist meist zu schön, um wahr zu sein. Bleiben Sie realistisch und schauen Sie, was vergleichbare Angebote kosten.
  • Seriöse Anbieter beschreiben Objekte detailliert. Entweder Betrüger machen sich nicht viel Arbeit, wenn sie eine Internetseite mit Ferienhäusern erstellen. Deshalb sollte man von einfachen Hausseiten ohne Preise, Belegungskalender, Kontaktformularen oder Onlinebuchbarkeit sofort die Hände lassen.
  • Oder viele Betrüger fälschen die Seiten perfekt inklusive Buchungskalender und Impressum. Hinzu kommen großzügige Stornobedingungen beispielsweise wegen Corona. Da es für Laien fast unmöglich ist, hier ein Fake zu erkennen, müssen Sie bei den Zahlungsmodalitäten aufpassen. Oft wird eine vergleichsweise hohe Anzahlung verlangt oder mit Rabattverweis gleich der gesamte Preis im Voraus.
  • Suchen Sie das Objekt über Kartendienste wie beispielsweise Google Maps und prüfen Sie, ob es sich wirklich am angegebenen Ort befindet.
  • Lesen Sie das Kleingedruckte. Bei Ferienwohnungen/-häusern von Privatanbietern können sich Kostenfallen (Strom, Wasser, Gas, Bettwäsche, Endreinigung) verstecken, die nicht sofort erkennbar sind. Das vermeintlich günstige Objekt wird dann oft teuer.
  • Bucht man das Objekt über einen Reiseveranstalter, ist man auf der sicheren Seite. Überraschungen mit Nebenkosten entfallen hier, weil die Preise klar vereinbart sind.
  • Empfehlenswert ist alternativ, direkt über ein Buchungsportal zu buchen. Um hier eine Anzeige zu schalten, unterliegen die Anbieter oftmals strengen Bestimmungen. 
 

Anbieter/ Vermieter prüfen

  • Werden Sie misstrauisch, wenn Sie mit dem Vermieter nur über eine E-Mail-Adresse kommunizieren können und Angaben zu Namen, Anschrift und Telefonnummer fehlen.
  • Rufen Sie im Zweifelsfall beim Vermieter an und erkundigen Sie sich über Details oder die nähere Umgebung. Fake-Anbieter können hierzu in der Regel keine Auskunft geben.
  • Stutzig werden sollten Sie auch, wenn ein Vermieter dauerhaft nicht erreichbar ist.
  • Achten Sie darauf, ob sich Portale/Agenturen zu einem freiwilligen Verhaltenskodex verpflichtet haben, der für den Verbraucher mehr Transparenz und Sicherheit schafft. Auch die Mitgliedschaft in Branchenverbänden steht für Verbraucherschutz und Qualitätsstandards.
  • Bei Buchung über Portale lassen Sie sich nicht darauf ein, die Kommunikation außerhalb des Portals fortzusetzen. Mailverkehr und Bezahlung sollten ausschließlich über die Kanäle der Buchungsplattform stattfinden. So besteht ein Nachweis. Portale setzen dies auch voraus, wenn es im Betrugsfall um die Erstattung des Geldes geht.
 

Die richtige Zahlungsabwicklung beachten

  • Bevor Sie eine Anzahlung leisten, verlangen Sie eine Buchungsbestätigung.
  • Bezahlen Sie nicht den vollen Mietpreis im Voraus und lassen Sie sich nicht von vermeintlichen Rabatten bei Sofortzahlung locken.
  • Eine Anzahlungshöhe von 20 - 30 Prozent des Mietpreises ist üblich. Im Ausland werden auch höhere Anzahlungen verlangt, die sich gegebenenfalls nach den Zahlungsbedingungen des jeweiligen Vermieters richten. Die Restzahlung ist meistens sechs bis vier Wochen vor Anreise fällig. Bei kurzfristigen Buchungen ist der Betrag meist nach Erhalt der Buchungsbestätigung komplett fällig.
  • Nicht auf Bargeldtransferdienste (zum Beispiel Western Union oder Money Gram) oder SEPA-Überweisung eingehen. Besser per Kreditkarte oder Lastschrift zahlen. Im Betrugsfall kann so das Geld von der Bank zurückverlangt werden.
  • Sollten Sie überweisen, achten Sie auf das Konto. Ein Vermieter beispielsweise auf Ibiza, mit einem Konto in England ist verdächtig.
  • Falls es möglich ist und vor allem bei privaten Vermietern, sind Sie mit einer Barzahlung vor Ort auf der sicheren Seite.
 

Erfahrungsberichte anderer Nutzer lesen

  • Lesen Sie Bewertungen und Nutzererfahrungen anderer. Anbieter, die seit Jahren auf dem Markt sind, können oftmals umfangreiche Bewertungen von Urlaubsgästen aufweisen. Fehlen Bewertungen ist das ein schlechtes Zeichen. Aber auch viele stereotype und ähnliche Bewertungen sollten Sie misstrauisch machen.
 
Wer sich unsicher ist oder Verdacht schöpft, kann sich auch im Netz über Betrugsmeldungen informieren. Zum Beispiel auf den Seiten des Verbandes Deutscher Ferienhausagenturen (VDFA). Der Verband macht betrügerische Webseiten öffentlich, um zu warnen. Dort finden Sie aktuelle Betrugsmeldungen wie diese hier:
 
Quelle: Screenshot VDFA
 
 
Geschädigte sollten immer Anzeige erstatten, auch wenn die Chance gering ist, bereits gezahltes Geld zurückzuerhalten und die Anbieter schwer zu fassen sind.

Unser Tipp:

Eine schöne Unterkunft ohne böse Überraschungen bietet schon mal gute Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub. Für Ihre Gute-Reise-Laune sollten Sie sich auch den Schutz der Auslandskrankenversicherung in den Koffer packen.

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