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  • Junge Frau steht in blühendem Feld und hält sich den schmerzenden Kopf.

    Frühjahrsmüde? Das macht Sie wieder fit.

Dresden, 23.04.2021 | (ks)
 
Während die Natur erwacht, fühlen sich viele Menschen schlapp und müde. Das Aprilwetter, das zwischen 20-Grad-Frühlingsverheißung und 0-Grad-Bodenfrost wechselt, verlangt dem Körper zusätzlich permanente Anpassung ab. Die Frühjahrsmüdigkeit macht jetzt vielen zu schaffen. Krankhaft ist sie nicht, bei ausgeprägten Symptomen jedoch lästig.
 

Welche Symptome können als Frühjahrsmüdigkeit auftreten?

  • Intensive Schläfrigkeit am Tag und Schlafstörungen in der Nacht
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufprobleme
  • Gereiztheit bis hin zu depressiven Verstimmungen
 

Was sind die Ursachen?

Das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit ist kaum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und in ihrer Ausprägung auch nicht messbar.
Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die Symptome einer erhöhten Aktivierung der Hormone geschuldet sind. Intensiveres Licht und wärmere Temperaturen schütten mehr Endorphine und andere Hormone aus. Im Winter läuft der Körper evolutionsbedingt eher auf Sparflamme. Schlagen die Hormone dann im Frühling regelrechte Purzelbäume, führt dies zu einer schnelleren Erschöpfung. Hinzu kommt nach den langen Wintermonaten ein hoher Melatonin-Spiegel. Im Anpassungsprozess vermuten Ärzte ein Ungleichgewicht zwischen dem "Schlafhormon" Melatonin und dem "Glückshormon" Serotonin.
Der Blutdruck spielt eine weitere Rolle. Der Körper muss sich langsam an die wärmeren Temperaturen des Frühjahrs gewöhnen und der Organismus zeigt eine typische Reaktion: Die Blutgefäße stellen sich weit und der Blutdruck sackt ab. Das macht müde. Vermutet wird auch, dass Menschen individuell ganz unterschiedlich auf Licht reagieren und den Muntermacher auch in unterschiedlicher Intensität benötigen.
Die Frühjahrsmüdigkeit ist also ein physiologischer Umstellungsprozess vom Spar- in den Aktivmodus, von Kälte auf Wärme und der braucht einfach Zeit. In der Regel dauert er etwa zwei Wochen.
Wichtig: Wer sich sehr lange und ungewöhnlich stark erschöpft fühlt, sollte das ärztlich abchecken lassen. Hinter einer ausgeprägten Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf können sich andere Krankheiten verbergen.

Was hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit?

Grundsätzlich gilt: Gegen die Frühlingserschlaffung hilft vor allem viel Bewegung an der frischen Luft und viel Tageslicht. Das Motto heißt "ab nach Draußen" und zwar völlig unabhängig vom Wetter, damit sich der Körper an den Temperaturwechsel gewöhnen kann.
Daneben gibt es einige Tipps, wie man sein Wohlbefinden steigern und dem Körper helfen kann:
 
  • Ausreichend schlafen und früh aufstehen

Die Umstellung vom Winter- in den Sommermodus fällt leichter, wenn wir unsere Wachzeiten am Tageslicht orientieren. Zumindest evolutionsbiologisch ist es am besten, wenn wir bei Sonnenaufgang aufstehen und ins Bett gehen, sobald die Sonne verschwindet. Auch wenn dieser Rhythmus nicht mehr der modernen Lebensweise entspricht und die innere biologische Uhr bei jedem anders tickt. Auch ein Mittagsschläfchen – nicht mehr als 30 Minuten – wirkt erfrischend. Nach Sonnenuntergang sollte auf zu viel Kunstlicht, sprich das Nutzen von Smartphone und Tablet verzichtet werden.
 
  • Vitamin- und Mineralstoffstatus abchecken

Bei vielen macht sich im Frühjahr ein Vitamin-D-Mangel bemerkbar, denn dieses Vitamin wird durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. Lichtmangel im Winter führt dazu, dass der Körper gespeicherte Reserven aufgebraucht hat. Auch ein Eisenmangel geht mit Müdigkeit einher. Vor allem Frauen sind für Eisenmangel anfällig. Auch auf eine gute Versorgung mit B-Vitaminen sollte man achten. Regelmäßige Zufuhr ist wichtig, weil die meisten wasserlöslichen B-Vitamine nur kurzfristig vom Körper gespeichert werden können.
In der Regel lässt sich bis auf das Vitamin D einem Mangel durch gesunde und ausgewogene Ernährung vorbeugen beziehungsweise Defizite ausgleichen. Bevor man auf eigene Faust zu Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln greift, sollte man den Status im Blut und eine entsprechende Substitution am besten ärztlich abklären.
 
  • Das gilt auch noch für die Ernährung

Experten empfehlen, Getreideprodukte aus Vollkorn, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie vor allem viel Obst und Gemüse auf den Speiseplan zu setzen. Frische, bunte, basisch betonte Küche hilft also. In einigen Obstsorten wie Bananen, Äpfeln und Ananas ist sogar der Stimmungsmacher Serotonin in Spuren enthalten.
 
  • Wachmacher in kleinen Mengen

Koffein in Kaffee und Energydrinks sowie das Tein im Tee sind kleine Aufputschmittel und bescheren einen Extrakick an Aufmerksamkeit und Konzentration. Ein, zwei Tassen am Morgen sollten reichen. Wer den ganzen Tag mit Stimulanzien gegen die Müdigkeit ankämpft, betreibt Raubbau an seinen Regenerationskräften und verstärkt den Müdigkeitszustand.
 
  • Wechselduschen und Saunabesuche

Mit kalt-warmen Wasser lässt sich der Körper das ganze Jahr für Temperaturunterschiede trainieren. Kann man nicht in die Sauna gehen, haben regelmäßige Wechselduschen auch einen ausreichenden Effekt den Kreislauf anzuregen. Das Kontrastprogramm für den Körper stärkt zudem das Immunsystem und beugt einer ausgeprägten Frühjahrsmüdigkeit vor. Auch morgendliches barfüßiges Tautreten in einer Wiese ist als etwas sanftere Methode geeignet.
Übrigens: Manchem ist schon geholfen, wenn er im Frühjahr sein Zweirad ausmottet und sich mit dem Fahrtwind um die Nase einen Adrenalinkick holt. Das können Sie ziemlich spontan machen, weil Sie Ihr Mopedschild per Mausklick am nächsten Tag im Briefkasten haben.

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