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    Hinweise zur Nutzung von Alltagsmasken

Dresden, 23.04.2020 | (ks)
 
Unauffällig, schlicht und unifarben oder geblümt, gestreift und mit aufgedrucktem Erdbeermund – immer mehr Privatmenschen und Unternehmen nähen eine Mund-Nasen-Bedeckung und verkaufen oder spenden sie. Diese Alltags- oder Community-Masken werden zunehmend kreativer und hübscher. Das Tragen ist bereits in einigen deutschen Städten und mit Sachsen als erstem deutschen Bundesland seit einer Woche Pflicht. Diese kommt jetzt bundesweit.
 
Die Stoffbarriere wird uns wohl noch länger im Alltag begleiten. Auch wenn sich die Experten über das Ausmaß der Schutzwirkung nicht einig sind, erste Erfahrungen in Jena (verordnete als erste deutsche Stadt das Masken-Tragen) zeigen, eine Maske könnte – von allen konsequent getragen – vielleicht doch etwas Zusatzsicherheit bringen. Und zwar immer nur in Kombination mit den bereits empfohlenen Hygiene- und Abstandsgeboten. Angeraten ist sie vor allem dort, wo Abstände schwerer einzuhalten sind, zum Beispiel in Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen.
 
Mittlerweile finden sich im Internet bei entsprechenden Sucheingaben viele regionale und überregionale Bezugsquellen und Dutzende Nähanleitungen. Selbstgenähte Alltagsmasken sind mehrfach wiederverwendbar und, wenn aus kochfestem Stoff hergestellt, sicher zu reinigen. Das schont die Ressourcen an medizinischen Masken.
 
Beim Nutzen gilt es einige hygienische Vorsichtsregeln zu beachten, damit die Alltagsmasken nicht selbst zur Infektionsquelle werden.
Vor allem gilt: Gekaufte oder selbst genähte Alltagsmasken immer vor dem ersten Tragen waschen!

Diese Nutzungs-Tipps sollten Sie beherzigen:

 
  • Vor dem Aufsetzen Hände waschen.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Für Brillenträger: Erst der Mundschutz, dann die Brille – die Brille muss über der Maske liegen. So kann die Luft besser zirkulieren und die Gläser beschlagen nicht so schnell. Weitere Spezial-Tipps: Brillengläser mit speziellen Antibeschlag-Sprays vom Optiker einsprühen und während der Nutzung einer Mund-Nasen-Bedeckung das Gestell nicht zu nah ans Gesicht rücken.
  • Gut zu handhaben sind Alltagsmasken, in denen am oberen Rand ein dünner, biegsamer Draht (Basteldraht, Pfeifenreiniger, Klemmdraht von Gefrierbeuteln, Aktenheftstreifen aus Metall) eingenäht ist. Dieser lässt sich für einen guten Sitz entsprechend des Nasenrückens zusammendrücken.
  • Alltagsmasken während des Tragens nicht anfassen. Und nicht zwischendurch über das Kinn nach unten ziehen und dann erneut verwenden. Ebenfalls nicht zwischendurch Abziehen und irgendwo ablegen (Stuhl, Tisch).
  • Maske sofort wechseln, wenn sie feucht wird.
  • Beim Abnehmen der Maske möglichst nicht die Außenseite (ist potentiell erregerbehaftet) anfassen, sondern die Schlaufen/Bänder benutzen.
  • Nach dem Absetzen erneut Hände waschen.
  • Stoffmasken nach jedem Tragen bei mindestens 60 bis 90 Grad in der Waschmaschine waschen. Alternativ im Wasserbad (siedendes Wasser) auf dem Herd 5 Minuten auskochen. Kann sie nicht sofort gewaschen werden, in einem luftdichten Beutel zwischenlagern. Achtung: Nicht zu lange, sonst droht Schimmelbildung.
  • Anschließend vollständig trocknen lassen, ggf. bügeln. Das Bügeln eignet sich auch gut, um Mundschutzmasken ohne Waschen zu desinfizieren. Je nach Stoff müssen die Masken einfach ein paar Minuten mit dem Bügeleisen bearbeitet werden. Stellen, an denen der Stoff umgeschlagen ist, sollten dabei besonders gründlich behandelt werden.
  • Zur Desinfektion von sensiblen Masken, die nicht robust genug zum heißen Waschen sind, eignet sich der Backofen sehr gut. Hierzu den Backofen für 10 Minuten auf 80 Grad vorheizen und die Masken für 30 Minuten in den Ofen legen. So werden Viren, Keime und Bakterien materialschonend abgetötet. OP-Masken sind ursprünglich für den einmaligen Gebrauch konzipiert. Durch Trocknen und Desinfizieren durch Hitze lassen sie sich mehrmals verwenden, vorausgesetzt, sie sind nicht beschädigt.
 
Achtung - Aktualisierung vom 30. April 2020:
Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) liegen neue Erkenntnisse vor, das eine Desinfektion der Masken bei etwa 70 Grad und 30 Minuten lang nicht ausreichend ist. Das bestätigte das BfArM am Mittwoch, 29. April der Deutschen Presse-Agentur. Das Institut habe "laufend neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Daten über unterschiedliche Verfahren zur Wiederaufbereitung betrachtet und eigene wissenschaftliche Forschung beauftragt", wie ein Sprecher mitteilte. Aufgrund der Erkenntnisse habe man eine neue Bewertung vorgenommen und eine entsprechende Empfehlung an das Bundesgesundheitsministerium gegeben. Vorbehaltlich weiterer Prüfungen – die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen – wird jetzt in einem internen Papier empfohlen: "Um eine zuverlässige Vireninaktivierung bei gleichzeitiger Sicherstellung der weiteren Maskenintegrität" zu erreichen, werde wohl eine Dekontamination bei 90 Grad über 90 Minuten bei trockener Hitze notwendig sein." Anmerkung von uns: Behalten Sie dabei bitte Backofen samt Maske im Auge, um Brandgefahren zu vermeiden.
 
 
  • Nicht empfohlen wird, die Masken mit Desinfektionsmitteln einzusprühen. Das könnte Hautirritationen verursachen.
  • Mundschutz nicht mit anderen Menschen teilen.
 
Empfehlungen und Wissenswertes rund um Mund-Nasen-Masken finden Sie auch im Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
 
#VonSachsenFürSachsen - klemmen wir uns das Stück Stoff vor die "Nose" und das "Guschl" als Zeichen gemeinsamer Anstrengung das kleine SARS-CoV-2-Virus-Biest auszuhungern.

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