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    9 Tipps für das Selbstmanagement im Home-Office

Dresden, 28.04.2020 | (ks)
 
Manche sind berufsbedingt Homeoffice-Veteranen. Andere wurden Corona bedingt Homeoffice-Neulinge. Wer erst seit kurzer Zeit von Zuhause aus arbeitet, muss sich an die Umstellung gewöhnen. Die hat durchaus ihre Tücken, erst recht, wenn zusätzlich Kinder ihre Bedürfnisse einfordern, der Geschirrstapel zum Aufräumen mahnt und im Kalender drei Telefonkonferenzen stehen.
 
Ob Veteran oder Neuling – Home-Office hat Vor- und Nachteile. So entfällt der Arbeitsweg, die Kleidung wird bequemer und wer sich einen längeren verträumten Blick aus dem Fenster gönnt, kann dies unbeobachtet von Kollegenaugen tun. Andererseits verschwimmen die Grenzen von Privat und Arbeit extrem und schneller, als man denkt. Das Home-Office erfordert mehr Eigenständigkeit und Selbstverantwortung in der eigenen Arbeitsorganisation. Zuweilen kann das erschöpfen und frustrieren.
 
Geschätzt wird, dass ca. jeder Vierte momentan von zu Hause aus arbeitet. Infektionstechnisch die sicherste Variante, wenn es die Tätigkeit zulässt. Deshalb sind die Tage des Home-Office noch lange nicht gezählt. Wie also kann eine produktive und angenehme Zeit im Home-Office gelingen?
 

#1: Routinen beibehalten

Empfohlen wird, seine übliche Morgenroutine aus den Zeiten, als man noch ins Büro ging, beizubehalten. Zur selben Zeit aufstehen, Frühstücken, Duschen, Bettmachen usw. Ist alles erledigt, dann geht es an den Schreibtisch. Manche Experten empfehlen sogar, einen Arbeitsweg zu simulieren. Das kann ein kurzer Morgenspaziergang oder auch eine Runde um den Block sein. Die Macht der Gewohnheit gibt eine erste Struktur im Tagesablauf und legt die Basis für einen produktiven Tag.
 

#2: Sich zurechtmachen

Sich so herzurichten wie man es üblicherweise für einen Arbeitstag getan hätte, mag nicht so recht einleuchten. Zuhause sieht uns ja keiner. Gemeint sind damit nicht das feine Seidenblüschen und die aufwendige Hochsteckfrisur. Vielmehr sollten unsere Kleidung und Aufmachung uns ein gutes Körpergefühl und Wohlbefinden vermitteln. Mag der Schlafanzug noch so gemütlich sein, er ist den Alles-kann-Nichts-muss-Freizeitstunden vorbehalten. Ein gewisser Casual-Chic hilft, von Privat auf Arbeit im Kopf umzuschalten. Hinzu kommt, unsere Kleidung beeinflusst nicht nur unser Empfinden, sondern auch, wie wir uns ausdrücken, wenn wir am Telefon oder per Videoschalte mit anderen reden.
 

#3: Rhythmus finden und Zeit einteilen

Acht Stunden im Home-Office produktiv durchrackern? Das findet, wenn wir ehrlich sind, so auch im Büro nicht statt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Biorhythmus. Im Home-Office kann man besser nach seiner individuellen Leistungskurve arbeiten. Der eine ist ein Frühmensch und schafft in den zeitigen Morgenstunden eine Menge Arbeit weg. Andere haben ein Leistungstief am frühen Nachmittag und sind in den Abendstunden wieder produktiver. Auf seine individuelle Tagesstruktur getaktet, kann man einen produktiven Arbeitsfluss, auch Flow genannt, gut nutzen. Im Endeffekt zählen nicht die Stunden, die man vor dem Laptop sitzt, sondern das Ergebnis.
 

#4: Ablenkungen vermeiden

Ablenkungen und Störungen unterbrechen die Konzentration. Wenn die ganze Familie Zuhause ist, lässt sich das nicht vermeiden. Ein großer Ablenker ist jedoch das Smartphone. Eine Nachricht hier, Social-Media-Kanäle checken da. Laut einer Microsoft-Studie von 2007 dauert es 15 Minuten, bis man nach einer Ablenkung, beispielsweise durch eine E-Mail, Push-Nachricht oder ähnliches, wieder voll konzentriert ist. Deshalb ist es empfehlenswert, das Smartphone in einen anderen Raum zu verbannen und es ganz bewusst für selbst gewählte Zeitintervalle außer acht zu lassen.
 

#5: Gut für sich selbst sorgen

Innerhalb der Tagesstruktur gilt es, feste Pausen- bzw. Familienzeiten einzuplanen und rechtzeitig Feierabend zu machen. Übrigens:  Für den kleinen Hunger zwischendurch finden sich im Vorratsschrank um die Ecke sicher kleine Schlemmereien, die man mal schnell vorm Bildschirm verzehren kann. Gut für sich zu sorgen heißt auch, der Versuchung zu widerstehen und bewusst auf gesunde Snacks wie Obst, Gemüse oder Nüsse zurückzugreifen.
 

#6: Ergonomischer und aufgeräumter Arbeitsplatz

Wo auch immer man sich einen Arbeitsplatz einrichtet, ob in einem abgetrennten Raum oder in einem Eckchen, auf die ergonomischen Parameter für gutes Sitzen und blendfreies Arbeiten muss man jetzt selbst achten. In gleichem Maße, wie man es von seinem Arbeitsplatz im Unternehmen kennt. Viele Unternehmen gestatten ihren Mitarbeitern Equipment, beispielsweise den Schreibtischstuhl, vorübergehend mit nach Hause zu nehmen.
 
Sinnvoll ist, den Arbeitsplatz schon abends aufzuräumen, damit man sich am nächsten Tag wieder gern an den Laptop setzt. Teetassen und Wassergläser wegräumen, Unterlagen sortieren und säuberlich stapeln, alte Notizen entsorgen. Manche Menschen arbeiten im Chaos tatsächlich kreativer. Bei den meisten verursacht Chaos auf dem Schreibtisch jedoch auch Chaos im Kopf. Für einen erholsamen Feierabend sollten Arbeitsutensilien aus dem Blickfeld verschwinden.
 

#7: To do Listen schreiben und Frösche zuerst erledigen

Hilfreich kann es sein, sich schon am Abend eine Liste zu schreiben mit den drei Aufgaben, die am nächsten Tag am dringendsten erledigt werden müssen. So muss man seine Morgenenergie nicht auf die Überlegung verwenden, was heute zu tun ist. Experten empfehlen außerdem eine "Eat the frog"-Strategie. Das heißt, immer zuerst mit der Aufgabe beginnen, auf die man am wenigstens Lust hat. Ist dieser "Frosch" gegessen, sinkt das Risiko den ganzen Tag unbewusst zu prokrastinieren (Aufschieberitis), weil man darauf keine Lust hat.
 

#8: Kommunikation mit Team und Führungskraft

Im Home-Office sind Arbeitnehmer allein und mehr auf sich gestellt. Der Büro-Small Talk und Sichtkontakte entfallen. Einer aktiven und gut überlegten Kommunikation kommt deshalb eine hohe Bedeutung zu. Sie sollte die eigenen Leistungen sichtbar machen, beugt Gefühlen der Vereinsamung und Missverständnissen vor. Messenger-Dienste, Telefonate und Teamrunden per Video- oder Telefonkonferenz halten den Austausch aufrecht. Ein Großteil der Kommunikation findet schriftlich statt, weshalb diese einer besonderen Sorgfalt bedarf. Denn sie birgt das Risiko von inhaltlichen und emotionalen Missverständnissen. Nicht jede knapp formulierte Mail, die freundlich gemeint ist, kommt in dieser Intention beim Empfänger auch so an.
 
Wichtig ist zudem, grundlegende Rahmenbedingungen zu klären. Zum Beispiel: Wie darf man sich Arbeitszeiten aufteilen, wie schnell muss man auf E-Mails antworten, wann sind bestimmte Arbeitsergebnisse abzuliefern. Unklare Erwartungen und Aufgabenstellungen sowie fehlendes Feedback erzeugen Stress.
 
Besondere Situation: Home-Office mit Kindern
Kinder und Job unter einen Hut zu bringen, ist prinzipiell schon eine Herausforderung. Sind Schulen und Betreuungseinrichtungen geschlossen beziehungsweise der Zugang limitiert, müssen Eltern Home-Office sowie die Betreuung oder Beschulung des Nachwuchses parallel stemmen. Das hier noch einmal eine besondere Organisation und Absprachen nötig sind, ist klar. Oft genug wird es Tage geben, die so aus dem Ruder laufen, dass auch die besten Tipps wenig helfen. Gerade die Kleineren wissen nichts von einem Workflow. Deshalb noch ein letzter Tipp:
 

#9: Perfektion und Selbstoptimierung entsagen

Gerade die Corona-Krise ist nicht die Zeit, alles perfekt machen zu müssen. Deshalb seien Sie gütig zu sich selbst. Gestehen Sie sich die Zeit zu, in neue Abläufe, neue Technik und ein selbstbestimmteres Arbeiten hineinzufinden. Wenn ein Tag nicht so verläuft, wie Sie das geplant haben, haken Sie es ab und planen Sie neu. Bleiben Sie vor allem gelassen und verlieren Sie sich selbst nicht aus dem Blick.
Unser Extra-Tipp: Im Home-Office ist der gesetzliche Unfallversicherungsschutz wesentlich eingeschränkter als am Arbeitsplatz im Unternehmen. Mit einer privaten Unfallversicherung sind Sie auf der sicheren Seite, auch bei allen Freizeitaktivitäten.
#Von SachsenFür Sachsen – wir sind auch in außergewöhnlichen Zeiten für Sie da, denn wir sind #GemeinsamAllemGewachsen.

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