• Blick auf bewaldete Hügel und Bastei in der Sächsischen Schweiz

    Warum wir als Versicherer Bäume pflanzen

    Sachsen braucht gesunde Wälder

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Dresden, 01. Juni 2026 | (ks)
 
Sachsen ist ein wunderschönes Waldland. Für viele Menschen sind die Wälder ein Ort der Heimat. Das ist ein Spaziergang am Wochenende, kühle Luft im Sommer, Pilze im Herbst und Ruhe nach einer vollen Arbeitswoche. Wald bedeutet Erholung. Wer an heißen Tagen achtsam im Schatten großer Bäume läuft, erlebt den Wald sprichwörtlich als grüne Lunge. Wald ist Landschaft, die dem Auge gut tut. Der Wald ist einfach ein Stück Zuhause. Und das braucht Schutz.
 

Warum uns Bäume wichtig sind

Denn Sachsens Wälder stehen unter Druck. Dürrejahre, Stürme, Hitze und Schädlinge haben deutliche Spuren hinterlassen. Wer heute durch manche Waldstücke geht, sieht kahle Flächen, lichte Kronen und abgestorbene Bäume. Der Wald verändert sich. Dieser Anblick schmerzt. Und das passiert jetzt.
 
hügelige, ausgelichtete Waldlandschaft mit abgeknicktem großen Maum
 
Der aktuelle Waldzustandsbericht von Sachsenforst zeigt deutlich, dass die Wälder in Sachsen nach wie vor stark belastet sind.  Zwar haben sich einzelne Werte leicht verbessert. Insgesamt bleibt der Zustand jedoch kritisch. Nur ein Viertel der untersuchten Bäume zeigt keine erkennbaren Kronenschäden. 35 Prozent sind deutlich geschädigt. Besonders stark belastet sind Eichen. Von Entwarnung bei Waldschäden kann daher keine Rede sein.
 
Für uns als Sparkassen-Versicherung Sachsen ist das kein fernes Umweltthema. Es betrifft unsere Region. Es betrifft die Menschen, die hier leben. Und es betrifft die Frage, wie wir Sachsen widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels machen können.
 
Darum unterstützen wir Baumpflanzaktionen und Aufforstungen in Sachsen.

Warum Wald mehr schützt, als viele denken

Oft wird beim Thema Wald zuerst an CO₂ gedacht. Das ist zwar richtig, aber zu kurz gedacht. Bäume nehmen Kohlendioxid auf, speichern Kohlenstoff im Holz und geben Sauerstoff ab. Gesunde Wälder sind deshalb wichtig für den Klimaschutz.
 
Doch der Wald kann noch mehr. Er kühlt. Er speichert Wasser. Er schützt Böden. Er filtert die Luft. Er bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum. Und er macht Landschaften widerstandsfähiger.
 
Waldlichtung mit alten Bäumen
Gerade in Zeiten des Klimawandels wird diese Schutzfunktion immer wichtiger. Wenn Starkregen fällt, wirkt ein gesunder Waldboden wie ein Schwamm. Er nimmt Wasser auf und gibt es langsam wieder ab. So kann er Abflüsse bremsen und Bodenerosion verringern. Wenn Hitze Städte und Dörfer belastet, kühlt der Wald seine Umgebung.

 
Wenn Wind und Wetter extremer werden, sind stabile Mischwälder widerstandsfähiger als geschwächte Monokulturen. Als Versicherer verfolgen wir den Ansatz, dass Vorbeugen besser ist als das spätere Reparieren von Schäden. Ein gesunder Wald kann keine Unwetter verhindern. Aber er kann dabei helfen, die Folgen abzumildern.

Warum Sachsens Wälder geschwächt sind

Von Natur aus ist ein Wald sehr robust. Stürme, trockene Sommer, Insekten und Pilze sind natürliche Phänomene. Problematisch wird es jedoch, wenn mehrere Belastungen zusammenkommen und dem Wald kaum Zeit zur Erholung bleibt.
Wald mit abgestorbenen Bäumen aus der Vogelperspektive
Genau das ist in den vergangenen Jahren passiert. Lange Trockenphasen haben viele Bäume geschwächt. Geschwächte Bäume können sich schlechter gegen Schädlinge wehren. Besonders deutlich wurde dies beim Borkenkäfer in Fichtenbeständen. Auch Hitze, Wassermangel und gestörte Böden setzen den Wäldern zu.
Ein paar regenreichere Monate reichen leider nicht aus, damit ein geschwächter Wald wieder gesund wird. Der Wald braucht neben Wasser vor allem auch Zeit. Und er braucht Bedingungen, unter denen junge Bäume anwachsen und ältere Bäume sich erholen können.

Warum die richtigen Bäume wachsen müssen

Baumpflanzaktionen scheinen einfach zu sein: Setzling in die Erde, fertig. Ganz so einfach ist es nicht. Ein Wald entsteht nicht an einem Nachmittag. Er braucht Planung, die passenden Baumarten, Pflege und Schutz vor Wildverbiss. Viele junge Bäume überleben die ersten Jahre nicht, wenn Trockenheit, Hitze oder Verbiss zu stark sind. Es geht also nicht nur darum, möglichst viele Bäumchen in den Boden zu bringen. Es geht auch darum, robuste und zukunftsfähige Wälder aufzubauen.
 
Die Forstwirtschaft setzt deshalb zunehmend auf Mischwälder. Verschiedene Baumarten, verschiedene Wurzelsysteme, verschiedene Widerstandskräfte der Bäume gegen Klimastress. Ein solcher Wald kann Risiken besser verteilen. Wenn eine Baumart leidet, bleibt der Wald als Ganzes stabiler. Das ist ein Gedanke, den wir als Versicherer sehr gut nachvollziehen können. Denn wer Risiken verteilt, wird widerstandsfähiger.

Warum Nachhaltigkeit kein neuer Begriff ist

Der Begriff ist heute allgegenwärtig. Manchmal wirkt er wie ein Modewort. Dabei stammt die Idee ursprünglich aus der Forstwirtschaft.
 
Schon vor Jahrhunderten stand die Frage im Raum: Wie können Menschen den Wald nutzen, ohne ihn zu zerstören? In Sachsen ist dieser Gedanke besonders verwurzelt. Der sächsische Berghauptmann Hans Carl von Carlowitz prägte im Jahr 1713 mit seinem Werk „Sylvicultura oeconomica” den Begriff der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass nicht mehr Holz genutzt werden darf, als nachwachsen kann.
 
Dieser Gedanke ist heute aktueller denn je. Nachhaltigkeit bedeutet jedoch nicht, den Wald gar nicht zu nutzen. Nachhaltigkeit bedeutet, so zu handeln, dass auch kommende Generationen noch eine gute Lebensgrundlage mit Wäldern haben.
 
Genau darum geht es beim Waldumbau in Sachsen. Es geht um Verantwortung, die Jahrzehnte und Jahrhunderte im Voraus gedacht werden muss.

Warum wir uns engagieren

Als regionaler Versicherer sind wir in Sachsen zu Hause. Unsere Kundinnen und Kunden leben hier, unsere Mitarbeitenden auch. Deshalb liegt uns am Herzen, was diese Region stark macht. Und dazu gehören auch gesunde Wälder. Viele von uns sind in diesen Wäldern unterwegs: mit der Familie, mit Freunden, mit dem Hund, mit dem Fahrrad oder auch allein, um durchzuatmen.
 
Wenn wir Bäume pflanzen und Aktionen zur Aufforstung unterstützen, dann nicht, um ein gutes Bild abzugeben. Wir tun es, weil auch gesunde Wälder zur Zukunft Sachsens gehören.
 
Wald schützt nicht abstrakt. Er schützt konkret vor Hitze, Bodenerosion, Wasserverlust, dem Verlust von Artenvielfalt und dem Verlust eines Stücks Heimat, das vielen Menschen wichtig ist.

Warum ein Baum nur der Anfang sein kann

Natürlich löst eine Pflanzaktion nicht den Klimawandel. Und ein junger Baum ersetzt keinen alten Wald. Aber Nichtstun ist auch keine Lösung.
 
Hände pflanzen einen jungen Baum in die Erde
Jeder Baum, der gut anwächst, kann Teil eines neuen, stabileren Waldes werden. Jede Aufforstungsfläche kann helfen, geschädigte Landschaften zu erneuern. Jede gemeinsame Pflanzaktion macht sichtbar, dass Nachhaltigkeit nicht nur in Konzepten steht. Sie passiert draußen. In der Erde. Mit Spaten, Setzlingen und Menschen, die anpacken.
 
Im November 2026 werden wir erneut eine Aktion zur Aufforstung unterstützen. Wir werden uns gern bücken und bücken, um zahlreiche kleine Setzlinge in die Erde zu setzen. Auch wenn wir am nächsten Tag vielleicht „Rücken” haben werden.
Sachsen braucht gesunde Wälder. Für das Klima. Für die Natur. Für die Menschen. Für kommende Generationen. Denn der Wald braucht einen langen Atem. Und genau den braucht auch Verantwortung. Deshalb pflanzen wir Bäume.

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