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    Können E-Zigaretten explodieren?

Dresden, 09.07.2019 | (ks)
 
"Rums, da geht die Pfeife los, mit Getöse, schrecklich groß!" Denn Lehrer Lämpels Meerschaumpfeife flog ihm wie ein Meteorit um die Ohren. Die schwer erziehbaren Buben Max und Moritz hatten im vierten Streich Flintenpulver in seine Pfeife gestopft. Brände und Explosionen sind auch bei der modernen Paffer-Variante, der Elektro-Zigarette, möglich.
 
Auf ein generelles Brandrisiko weist hier das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) hin. Potentielle Übeltäter sind Lithium Akkus, über deren Gefahrenpotenzial wir bereits im Blogartikel zu Elektrofahrrädern berichteten. Denn im Gegensatz zur Zigarette wird bei der E-Zigarette kein Tabak verbrannt, sondern eine Flüssigkeit verdampft. Der Verdampfer braucht Energie, und die liefern in der Regel Lithium-Akkuzellen.
 
 

Explosion und Brände selten, aber verheerend

Unfälle durch die Akkus von E-Zigaretten haben weltweit Schlagzeilen gemacht, weil Benutzer dabei ums Leben gekommen sind. Die amerikanische Katastrophenschutzbehörde (FEMA) kommt in einer Veröffentlichung von 2017 zu dem Schluss, dass Lithium-Akkus der aktuellen Generation keine sichere Energiequelle für dieses Produkt sind. Feuer oder Explosionen durch die Akkus von E-Zigaretten seien zwar selten, können aber verheerende Konsequenzen haben.
 
Auch das IFS untersuchte zwei Brände, die von Akkus der E-Zigarette ausgelöst wurden. Die Experten weisen jedoch darauf hin, dass es sich um Einzelfälle handelt. Wichtig ist, Benutzer für die generelle Gefahr zu sensibilisieren. Denn so weit kann man manchmal gar nicht um die Ecke denken, wie schnell etwas passiert.
 
Fall 1:
Ein Feuer in seinem Zimmer reißt einen jungen Mann aus dem Schlaf: Der neben seinem Bett ladende Akku einer E-Zigarette ist thermisch durchgegangen. Die Bewohner können sich unverletzt aus dem Einfamilienhaus retten, doch das Schlafzimmer brennt aus.
 
Fall 2:
Auf dem Terrassentisch eines anderen Hauses liegt eine E-Zigarette in der Sonne. Der Hausbesitzer, der mit Gartenarbeiten beschäftigt ist, kommt hin- und wieder vorbei und nimmt einen Zug. Es ist später Nachmittag, als seine Frau Flammen bemerkt: Der Akku der Elektrozigarette ist durchgegangen und wurde dabei vom Tisch in die Hecke am Rande der Terrasse geschleudert. Bei dem Versuch, das dort entstandene Feuer mit einem Gartenschlauch zu löschen, zieht sich der Hausbesitzer schwere Verbrennungen zu. Das Feuer zerstört die Gartenmöbel und hat bereits auf das Haus übergegriffen, bevor die Feuerwehr es löschen kann.

Unser Tipp:

Gerade Brände verursachen große Zerstörungen. Was die Flammen nicht vernichten, wird vom Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Eine Wohngebäude- und Hausratversicherung kommt im Schadenfall für Reparaturen am Haus und den Ersatz des Inventars auf.
 

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