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    Forschungsergebnisse zu Starkregen machen Versicherung notwendig

Dresden, 05.12.2019 | (hm)
 
Ein erweiterter Naturgefahren- bzw. Elementarschutz in der Wohngebäude- und Hausratversicherung ist ein Muss. Deutschland muss sich definitiv auf mehr Wetterextreme wie Starkregen einstellen. Extreme Regenfälle haben zwischen 2002 und 2017 bundesweit knapp 1,3 Millionen Schäden an Wohngebäuden verursacht. Am häufigsten waren Bewohner in Sachsen betroffen. Dort hatten im Schnitt 133 von 1.000 Wohngebäuden einen Schaden durch besonders starke Regenfälle.
 

Forschungsprojekt zum Thema Starkregen abgeschlossen

Diese konkreten und belegbaren Forschungsergebnisse aus einem vierjährigen Starkregen-Projekt veröffentlichten im November 2019 der Deutsche Wetterdienst (DWD) und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Für die Untersuchung hat der DWD Niederschlagsmessungen aus 17 Radarstationen in ganz Deutschland seit 2001 detailliert ausgewertet. Ziel war, beim bisher kaum erforschten Phänomen Starkregen Schadenausmaß und -potenzial zu identifizieren.
 
Das Thema ist dringlich – auch für Sachsen – deshalb möchten wir Sie nachfolgend über die wichtigsten Ergebnisse informieren.
 

Bundesweit: Großes Gefahrenpotenzial und hohe Schäden

  • Diese Extremregen sind gefährlich, schwer vorhersagbar, oft kurz und kleinräumig.
  • Ihre Zerstörungskraft ist immens. Hohe Schäden entstehen meist auf kleinerem Gebiet – in einzelnen Ortschaften oder Stadtquartieren.
  • Laut DWD zeigt die Untersuchung, dass jeder Ort in Deutschland quasi gleich stark von solch gefährlichen Regenmengen bedroht ist. Gegenden, die im Untersuchungszeitraum nur wenige Schäden durch Starkregen erlebten, haben bislang schlicht Glück gehabt.
 
 

Sachsen: Häufige Schadenereignisse

Insgesamt 542 Starkregenfälle verursachten im Freistaat (zwischen 2002 und 2017) mehr als 100.000 Schadenfälle an Wohngebäuden mit mehr als  890 Millionen Euro Schaden.
 
 
 
Am häufigsten waren Bewohner von Görlitz betroffen. Dort hatten im Schnitt 166 von 1.000 Wohngebäuden einen Schaden. Die Beseitigung der Folgen kostete betroffene Hausbesitzer durchschnittlich 11.778 Euro. Auch in der Sächsischen Schweiz (121/1.000 Betroffene) und in Mittelsachsen (109/1.000 Betroffene) sorgten die heftigen Niederschläge für viele vollgelaufene Keller, unterspülte Fundamente und durchnässte Wände.

Sachsen: Weniger als die Hälfte der Hausbesitzer ist versichert

Deutschlandweit sorgte Starkregen in 16 Jahren für 6,7 Milliarden Euro Schaden. Doch nur 43 Prozent der Haubesitzer in Deutschland haben eine Elementarschadenversicherung und sind somit gegen die Folgen extremer Regenfälle geschützt. In Sachsen sind es 47 Prozent. „So gut wie jedes Haus ist gegen Sturm und Hagel abgesichert, doch den Schutz gegen extreme Regenfälle haben viele Hausbesitzer bislang vernachlässigt“, sagt Oliver Hauner, GDV-Naturgefahrenexperte. Dabei können die heftigen Regenfälle Häuser bis zur Unbewohnbarkeit beschädigen. Der teuerste Einzelschaden an einem Einfamilienhaus in Sachsen: 379.000 Euro.
 

Schutz und Prävention: Starkregensicherer Wohnraum

Der Baukonstruktionsforscher Thomas Naumann, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW), fordert eine größere Unterstützung von Gebäudeeigentümern und kleineren Kommunen, um diese besser auf Starkregen vorbereiten zu können. „Starkregen kommt fast ohne Vorwarnzeit, deshalb müssen Kommunen und Gebäudebesitzer diese Ereignisse vordenken und vorplanen.“
 
Denn, zu diesem Ergebnis kommen weitere Studien, es wird noch zu wenig getan, um Überflutungsschäden zu reduzieren. Neben dem starkregensicheren Bauen können sich auch Hauseigentümer mit einer Fülle von effektiven Maßnahmen am und rund ums Haus präparieren, um sich vor einer Überflutung zu schützen.
 
Über bauliche Strategien im Zeitalter zunehmenden Starkregens spricht Professor Naumann im folgenden Interview.

Unsere Empfehlung: Hab und Gut gegen Starkregen versichern

Eine Naturgefahren- oder Elementarversicherung beinhaltet dieselbe Absicherung mit unterschiedlichen Namen. Bei einigen Versicherern ist die Absicherung von Elementargefahren bereits in die Wohngebäudeversicherung integriert. Wer ihn nicht möchte, müsste ihn deshalb explizit ausschließen. Das ist möglich, aber nicht sinnvoll. Der Elementarschutz wird aber auch als eigenständige Police bzw. Zusatzbaustein angeboten. So lässt sich auch eine ältere Wohngebäudeversicherung ergänzen.
 
Auch in der Hausratversicherung lässt sich ein Elementargefahren-Schutz einschließen. Dafür setzen Sie an entsprechender Stelle einfach ein Häkchen auf dem Versicherungsantrag.
Zum Schwerpunktthema Starkregen und den Ergebnissen des Forschungsprojekts finden Sie weitere Informationen auch auf GDV.de

 

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