Sie sind hier: Startseite /Service /Blog der SV Sachsen
  • Stilisierte Darstellung Aufräumen am Computer

    Eine Checkliste für den digitalen Frühjahrsputz

Dresden, 3. Februar 2022 | (ks)
 
Haben Sie schon Ihren Kleiderschrank von ungetragenem Ballast befreit? Und in der Krimskrams-Schublade herrscht mustergültige Ordnung? Dann können Sie sich jetzt dem großen Aufräumen Ihres digitalen Lebens widmen. Nicht nur Laptop, Tablet und Smartphone ächzen unter unnützem Datenmüll. Auch die Informationsflut aus E-Mail-Postfächern, Newslettern und Social-Media-Accounts frisst unsere Zeit und verstopft unser Leben.
 
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für den digitalen Frühjahrsputz. Gehen Sie aufmerksam und bedacht ans Werk. Aber seien Sie nicht zimperlich. Nicht jeder Schnappschuss ist es wert, einen ewigen Speicherplatz zu belegen. Ist das Werk vollbracht, haben Sie auch digital mehr Ordnung und Speicherplatz. Sie werden sich befreit fühlen. Und Ihre Geräte laufen wieder schneller. So geht's:

Geräte vom Datenmüll befreien

Computer:

  • Durchforsten Sie auf dem Laptop alle Ordner. Löschen Sie nicht mehr benötigte Fotos, Videos, Dokumente und andere Dateien.
  • Vergessen Sie dabei auch den Download-Ordner nicht.
  • Deinstallieren Sie alte Programme.
  • Überlegen Sie sich eine neue übersichtliche Ordnerstruktur nach ihren persönlichen Bedürfnissen. Experten empfehlen sieben bis zwölf Ordner mit einer Verzweigung von maximal zwei Unterordnern zu jedem Hauptordner.
  • Sortieren Sie den verbliebenen Inhalt neu ein. Überprüfen Sie die Beschriftung Ihrer Dateien. Über die Suchfunktion sollten diese gut zu finden sein. Unterordner können Sie beispielsweise mit 01, 02 … in eine Reihenfolge bringen. Fotos können Sie zum Beispiel mit Jahreszahl, Monat und Stichwort "202108_Urlaub Ostsee"; 201905_80. Geburtstag Opa" benennen.
 

Smartphone:

  • Auch fürs Smartphone gilt, alte Dateien ausmisten und sich von möglichst vielem trennen. Das betrifft ebenso die vielen Anhänge und Dateien aus den Chats der Messenger Dienste.
  • Auch die Chats selbst sollten hin und wieder bereinigt werden. Sind Sie Mitglied von Gruppen, in denen gar nicht mehr geschrieben wird? Treten Sie aus. Löschen Sie Chat-Historien und schaffen Sie Platz für neue.
  • Bei vielen ist das halbe Leben per Foto im Smartphone gespeichert. Misten Sie gründlich aus. Welche Fotos möchten Sie unbedingt behalten? Brauchen Sie wirklich zehn Mal "Das Meer" aus dem letzten Urlaub? Lagern Sie ihre Lieblingsfotos in externe Speichermedien oder eine Cloud aus.
  • Prüfen Sie, welche Apps Sie wirklich nutzen und löschen Sie die Überflüssigen. Selbst wenn Sie sie doch wieder benötigen sollten, sind Sie ruckzuck neu installiert. Weniger ist mehr, denn diverse Apps fordern Zugriff auf unterschiedlichste, auf Ihrem Handy gespeicherte Informationen ein. 
  • Prüfen Sie ihre Kontakte. Angehäufte "Kontakt-Leichen" aus der Vergangenheit, die Sie nie mehr verwendet haben, können Sie löschen. Beschriften Sie neue Kontakte sauber mit kompletten Namen und Ursprung (Gruppenfunktion: Familie, Freunde, Kollegen etc.)
 
Auf allen Geräten sollten Sie regelmäßig über die Einstellungen des Internet-Browsers die Cookies löschen und den Cache leeren.
(Cookies sind kleine Dateien, die von Webseiten auf Ihrem Rechner gespeichert werden und Daten wie Anmeldeinformationen oder persönliche Einstellungen enthalten.
Der Cache ist eine Art Zwischen-Speicher, in welchem beispielsweise Grafiken, Sucheingaben etc. von Webseiten gespeichert werden.)
 
Zum Schluss leeren Sie auf ihren Geräten den Papierkorb. Mit speziellen Reinigungsprogrammen können Sie auch tiefer liegende, unnütze Daten in den System-Eingeweiden Ihrer Geräte löschen. Beim Herunterladen dieser Programme ist Vorsicht geboten. Unter den Anbietern gibt es auch einige schwarze Daten-Schafe.
 
Übrigens: Fast alle besitzen ungenutzte, ältere Technik (zum Beispiel "Schlafhandys"), die irgendwo rumliegt. Verlaufen und/oder entsorgen Sie alle Geräte, die Sie nicht nutzen. Für den Verkauf gibt es diverse Plattformen im Internet oder Angebote von Elektronik-Fachhändlern. Ein Entsorgen sollte ressourcenschonend erfolgen, denn etliche Wertstoffe des technischen Innenlebens können wiederverwendet werden.

Informations- und Datenflut eindämmen

  • Räumen Sie ihr E-Mail-Postfach regelmäßig auf. Löschen Sie alles, was erledigt ist. Mails, die Sie archivieren möchten, können Sie in eigens dafür angelegten Ordnern ablegen.
  • Überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie abonnierte Newsletter wirklich noch lesen. Melden Sie sich ansonsten ab. Finden Sie unerwünschte Newsletter im Postfach, sofort abmelden.
  • Löschen Sie überflüssige Lesezeichen (Bookmarks) im Internet. Das meiste von dem, was man sich markiert hat, liest man doch nicht mehr.
  • Überprüfen Sie Ihre Konten in den sozialen Netzwerken. Accounts, in den Sie lange nicht unterwegs waren, könnten Sie löschen. Überprüfen Sie bei der Gelegenheit, ob Ihre Konten gehackt wurden. Das können Sie mit dem "Identity Leak Checker" des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Je weniger Accounts Sie mit ihren Daten "füttern", umso mehr vermindern Sie die Gefahr von Daten-Missbrauch wenn Websites gehackt werden.
  • Sortieren Sie auch auf Social Media die Liste der abonnierten Freunde und Gruppen aus. Manche virtuelle Freundschaft hat sich längst überholt. Oder Ihre Interessen sind nun anders gelagert.
  • Sortieren Sie ebenso in regelmäßigen Abständen ihre Daten in ihren Cloud-Speicherdiensten aus.

Digitale Sicherheit verbessern

Back-ups und Speichern

Elektronische Geräte können verloren gehen, ihren Dienst versagen oder gehackt werden.  Experten empfehlen deshalb alles, was wichtig und aufhebenswert ist, 2-fach extern zu speichern. Hierfür bieten sich externe Speichermedien (USB-Sticks, SD-Karten, externe Festplatten) und eine Cloud an. Zu beachten ist, dass externe Speichermedien eine begrenzte Haltbarkeit haben. Externen Festplatten wird eine Lebenszeit von zwei bis zehn Jahren zugeschrieben, je nachdem, wie häufig sie in Gebrauch sind. USB-Sticks und SD-Karten sollen ca. zehn bis 30 Jahre halten. Je nachdem, wie oft der Inhalt überschrieben wird.
 

Sichere Passwörter

Achten Sie darauf, für alle Accounts sichere und unterschiedliche Passwörter zu verwenden. Ein Universalpasswort für alle Anwendungen spielt Hackern in die Karten. Wo möglich, sollten Sie zusätzliche Sicherheitseinstellungen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Sicherheitsfragen nutzen. Wie bereits weiter oben erwähnt, können Sie mit dem "Identity Leak Checker" prüfen, ob Ihre Konten gehackt wurden.
 

Privatsphäre-Einstellungen und Zugriffe checken

Wie viel wissen Instagram, Facebook, WhatsApp und Co. über Sie? Jetzt wird es auch Zeit, die Privatsphäre- und Sicherheits-Einstellungen zu checken. Bedenken Sie, wenn Sie sich auf andere Websites oder Apps mit dem Facebook- oder Google-Account einloggen, gestatten Sie den entsprechenden App- und Webseiten-Betreibern oft den Zugriff auf unterschiedlichste Daten, die Sie auf Facebook oder in Ihrem Google-Account gespeichert haben. Es lohnt sich, regelmäßig durchzusortieren, welchen der Apps oder Webseiten Sie diesen Zugriff tatsächlich gewähren wollen.
 
Wissenswertes zu Datenmissbrauch und Identitätsdiebstahl im Internet finden Sie auch in unserem Blogartikel "Was Sie zum Identitätsdiebstahl im Internet wissen sollten".

Analoges Putzen

Technik muss im Inneren und Äußeren gepflegt werden. Nachdem Sie nun mit dem digitalen Aufräumen fertig sind, gönnen Sie ihren Geräten eine kleine konventionelle Reinigung mit Lappen oder Spezialreiniger. Smartphone, Tastatur, Touchscreens etc. werden ja ständig angefasst und müssen etliches an Fettfingern und Krümeln aushalten. Warum gerade Ihr Smartphone öfter mal eine Reinigung benötigt, erfahren Sie in unserem Blogartikel "Was Sie über Smartphone-Hygiene wissen müssen".
Ein Smartphone wird mit einem Reinigungstuch abgewischt.

Unser Tipp

Auch wenn Sie digital bestens durchorganisiert und aufgeräumt sind, einen hundertprozentigen Schutz vor Hacker-Angriffen haben Sie trotzdem nicht. Viele weitere Gefahren im Netz, zum Beispiel beim Online-Shopping, sind als solche auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen. Der Sparkassen-Internet-Schutz bietet Ihnen ein umfangreiches Schutzpaket für Gefahren bei der Nutzung des Internets.

Schreiben Sie einen Kommentar

Formular

Diskutieren Sie über diesen Artikel

 
Nutzername
Noch keine Kommentare vorhanden.

Sparkassen-Internet-Schutz

Internet ist einfach. Wenn man unbeschwert surfen, shoppen und chatten kann.

mehr...

Betreuer in Ihrer Nähe finden

Betreuer in Ihrer Nähe finden

Service Telefon