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    So gelingt Ihnen die private Altersvorsorge

Dresden, 23.07.2019 | (ks)
 
Viele Menschen beschäftigen sich nicht gern mit Altersvorsorge. Das Alter wird oft mit Krankheit, Gebrechlichkeit und Abhängigkeit assoziiert – nichts woran man gerne denkt. Altersvorsorge-Entscheidungen reichen zudem in der Regel weit in die Zukunft, erfordern eine jahrzehntelange Bindung an den Produktanbieter und schließen Konsumverzicht ein. Die Materie ist komplex mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten. Altersvorsorge ist aber kein Ding der Unmöglichkeit, wie unsere Tipps zeigen.
 

1. Checken Sie rechtzeitig Ihre gesetzliche Rente

Rund zwei Drittel aller Deutschen wissen nicht, wie viel Geld sie im Alter zur Verfügung haben werden. Für manche Arbeitnehmer kommt mit dem Renteneintritt die große Überraschung: Die Rente fällt viel geringer aus als gedacht! In diesem Fall ist es zu spät. Wer sich hingegen frühzeitig informiert, hat meist noch Zeit, mögliche Lücken in der Ruhestandsversorgung zu schließen. Wie viel Geld im Alter fehlen könnte, können Sparer zum Beispiel mit dem Rentenrechner der Deutschen Versicherungswirtschaft feststellen. Wissenswertes zu Ihrer Renteninformation finden Sie in diesem Blogartikel.
 

2. Beginnen Sie so früh wie möglich mit privater Altersvorsorge

Wer im Alter finanziell gut ausgestattet sein möchte, sollte so früh wie möglich mit der Altersvorsorge beginnen. Denn: Je länger man wartet, desto mehr müssen sich Sparer finanziell anstrengen. Ein kurzes Rechenbeispiel: Ein junger Mann beginnt im Alter von 20 Jahren jeden Monat rund 52 Euro in eine Rentenversicherung einzuzahlen. So kann er bei Renteneintritt mit 67 Jahren mit einer monatlichen Zusatz-Rente in Höhe von 200 Euro rechnen. Fängt er dagegen erst mit 40 Jahren an vorzusorgen, muss er jeden Monat bereits 124 Euro zur Seite legen, um auf die gleiche Rentenzahlung zu kommen.
 

3. Lassen Sie sich die staatliche Förderung nicht entgehen

Der Staat unterstützt Sparer bei der Altersvorsorge über zwei Wege:
 
    • durch steuerliche Vorteile bei der Basis-Rente („Rürup“), der betrieblichen Altersversorgung und der Riester-Rente.
    • durch direkte Zulagen bei der Riester-Rente, die dem Vertrag gutgeschrieben werden (jährlich 175 Euro Grundzulage + 300 Euro Zulage je Kind, wenn das Kind nach 2008 geboren wurde)
 
Wer also privat fürs Alter vorsorgt, sollte sich die Riester-Zulagen nicht entgehen lassen bzw. per Steuererklärung die staatliche Unterstützung für sich nutzen.
 

4. Rechnen Sie mit einem langen Leben

Bei der Ruhestandsplanung sollten heutige Arbeitnehmer ein langes Leben einkalkulieren. Denn statistisch betrachtet, werden Sie länger als Ihre Eltern leben. Älter werden bedeutet auch, dass heutige Sparer im Ruhestand mehr Geld benötigen werden. Aktuell beziehen Frauen durchschnittlich knapp 22 Jahre Rente, Männer über 17 Jahre. Der Vorteil von Renten liegt darin, dass sie lebenslang gezahlt werden, egal wie alt man wird. Angespartes Vermögen hingegen könnte irgendwann aufgebraucht sein.
 

5. Bleiben Sie flexibel, aber am Ball

Arbeitslosigkeit, Elternzeit, weniger Gehalt in neuem Job: Es kann viele Gründe im Leben geben, warum ein Sparer zeitweilig weniger Geld zur Verfügung hat. Einen bestehenden Altersvorsorgevertrag deshalb zu kündigen, ist meist die schlechteste Option. Um eine Durststrecke zu überbrücken oder die Altersvorsorge an die jeweilige Lebenssituation anzupassen, gibt es deutlich bessere und flexible Lösungen. Das Durchhaltevermögen zahlt sich bei der Altersvorsorge immer aus.
 

6. Setzen Sie auf professionelle Beratung

Bei der Altersvorsorge kann es kein Universalkonzept und keine Standardlösung geben. Der Grund: Menschen und ihre Lebens- und Vorsorgesituationen sind zu unterschiedlich. Wer sich hingegen beraten lässt, ist einer individuell zugeschnittenen Altersvorsorge bereits einen Schritt näher. Denn der Kern einer guten Beratung liegt in einer Empfehlung des am besten geeigneten Produktes und auch nach Abschluss in der kontinuierlichen Betreuung über alle Lebensphasen hinweg.
 

7. Wägen Sie zwischen Risiko und Sicherheit ab

Auch Aktien oder Indexfonds können für die Altersvorsorge eingesetzt werden. Entscheidend ist dabei, welche Risiken Sparer eingehen wollen – und können. Prinzipiell gilt: Je weniger Geld zum Sparen verfügbar ist, desto wichtiger ist eine sichere Rendite bei der Auswahl des Vorsorgeprodukts. Wer Kursschwankungen oder auch Verluste finanziell verkraften kann, darf bei der Altersvorsorge auf Wertpapiere setzen. Für wen das nicht gilt, der sollte lieber auf Vorsorgeprodukte mit garantierten Leistungen wie zum Beispiel private Rentenversicherungen vertrauen.

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