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  • Auszubildende der Sparkassen-Versicherung Sachsen beim Fahrsicherheitstraining auf dem Sachsenring.

    Empfehlenswert: Fahrsicherheitstraining mit dem eigenen Auto

Dresden, 5. Mai 2022 | (ks)
 
Das Fahrsicherheitstraining auf dem Sachsenring ist für die Auszubildenden und BA-Studierenden der Sparkassen-Versicherung Sachsen immer ein Highlight. Mit fahrerischem Spaß können sie einerseits ihr Fahrzeug besser kennenlernen. Zum anderen üben sie, wie man in Extremsituationen die Nerven behält und richtig handelt. Das Youngster-Event findet jedoch vor einem ernsten Hintergrund statt. Die angehenden Versicherungsexperten sind beruflich viel mit dem Auto unterwegs. Auf dem Weg zu ihren Kunden sollen sie mit einem guten Gefühl am Steuer sitzen und sicher ankommen.
 

Warum ein Fahrsicherheitstraining für jeden sinnvoll ist

Ein Sicherheitstraining mit dem Auto verringert nachweislich die Unfallgefahr. Das bestätigen mehrere Studien. Der "Schleuderkurs" wie es auch genannt wird, ist deshalb nicht nur für junge Autofahrerinnen und Autofahrer sinnvoll. Selbst routinierte Vielfahrer können in gefährlichen Situationen falsch reagieren. Diese lassen sich nun mal nicht im normalen Straßenverkehr trainieren. Für Berufskraftfahrer sind die Kurse im Rahmen einer gesetzlich vorgeschriebenen Weiterbildungspflicht obligatorisch.
 

Garantierte Qualität an vielen Standorten in Deutschland

Anfang der 70-ziger Jahre entwickelte eine Arbeitsgruppe aus Deutschem Verkehrsrat (DVR), ADAC und Deutscher Verkehrswacht das Programm für ein Sicherheitstraining. Inzwischen modernisiert, wird es von über 50 verschiedenen Veranstaltern überall in Deutschland angeboten. Diese betreiben spezielle Fahrsicherheitszentren. Dazu zählen Automobilclubs, der TÜV, die Deutsche Verkehrswacht, Automobilhersteller oder eigenständige regionale Fahrsicherheitszentren. Die Kurse können im Ablauf je nach Anbieter unterschiedlich sein. Prinzipiell sind sie jedoch sind nach den Regelungen des DVR konzipiert. Die Trainings dürfen nur von DVR-zertifizierten Trainern durchgeführt werden. Je nach Anbieter und Kurs sind Kosten ab 100 Euro aufwärts einzuplanen.

Fahrsicherheitszentrum Sachsenring - Kooperationspartner der Sparkassen-Versicherung Sachsen

 
In Sachsen ist das Fahrsicherheitszentrum Sachsenring eines der größten und vielseitigsten Fahrtrainingsanlagen in Europa. Seit Jahrzehnten engagieren sich die Sparkassen-Versicherung Sachsen und der Sachsenring als Partner für mehr Fahrsicherheit. Aus gutem Grund. Als Schadenregulierer ist eine Versicherung jeden Tag hautnah mit Unfallfolgen konfrontiert. Viele materielle Schäden sind allzu oft auch mit menschlichem Leid verbunden. Autoversicherungskunden erhalten mit dem Programm "Präventiv denken, vorrausschauend fahren!" rabattierte Preise für verschiedene Trainingsmodule.
 
Übrigens, wer sich schon immer mal als Rennfahrer fühlen wollte, Nervenkitzel mag oder einfach ein außergewöhnliches Erlebnis sucht, kommt mit den Spaß & Action-Programmen des Sachsenrings voll auf seine Kosten.

Anlässe für ein Fahrsicherheitstraining

  • Führerscheinneulinge
    Für junge Führerscheinbesitzer heißt es, probieren geht über studieren. Deshalb lernen die jungen Fahrerinnen und Fahrer in speziell auf sie zugeschnittenen Trainings Techniken, die in der Fahrschule und im regulären Straßenverkehr gar nicht vermittelt werden.
  • Neues Auto
    Kein Fahrzeugmodell gleicht dem anderen. Es finden sich immer Unterschiede bei Fahreigenschaften und Bedienung. Dementsprechend benötigt man als Fahrer oder Fahrerin eines neuen Wagens zunächst eine Eingewöhnungszeit, um das Fahrzeug in verschiedenen Situationen des Straßenverkehrs einschätzen zu können. Bei einem Training kann man die Grenzen des neuen Wagens gefahrlos austesten.
  • Neues Familienmitglied (Kind/Hund) 
    Ein neues Familienmitglied sorgt ebenfalls für Veränderung im Auto. Fahren auf einmal Kinder oder Haustiere mit, stellt dies mitunter eine Herausforderung für den Fahrer oder die Fahrerin dar. Hinzu kommt eine größere Verantwortung, die trotz Kindergeschrei und Hundegebell getragen werden will. Um auch unter erschwerten Bedingungen intuitiv die richtige Entscheidung in Gefahrensituationen treffen zu können, sollten die brenzligen Situationen des Straßenverkehrs geübt werden. Das kann im Ernstfall Leben retten.
  • Unfall oder kritische Fahrsituation
    Wen ein traumatisches Ereignis – egal ob Unfall oder mit dem Schrecken davongekommen – ereilt hat, sollte an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen. So kann das Vertrauen in die eigenen Fahrfähigkeiten und das Auto wiederhergestellt werden. Dafür sorgen erfahrene Trainer. Diese vermitteln auf anschauliche Weise die Grundlagen der Fahrphysik, geben Tipps und korrigieren bei Bedarf die Reaktionen der Teilnehmenden.
  • Herbst & Winter
    Nasses Laub auf Asphalt, verschneite und vereiste Straßen, Aquaplaning bei hohen Geschwindigkeiten – Herbst und Winter sorgen regelmäßig für erschwerte Bedingungen im Straßenverkehr. Witterungseinflüsse stellen FahrerIn und Auto vor besondere Herausforderungen. Es bietet sich an, im geschützten Rahmen eines Sicherheitstrainings herauszufinden, wie diese zu meistern sind. Wie lang kann eine Vollbremsung in solchen Situationen dauern? Was bewirkt ein abruptes Ausweichmanöver?
  • Spaß am Autofahren - Training als Event
    Sicherheitstrainings bieten ein breites Angebot an unterschiedlichen Trainingsarten, die sich in Trainingsschwerpunkt und Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Die realistische Simulation gefährlicher Situationen des Straßenverkehrs sorgt für jede Menge Fahrspaß und Abenteuerfeeling. Wer ein Gruppen-Event sucht oder ein Geschenk, das gute Laune macht, kann auch an ein Fahrsicherheitstraining denken.
 

Das bieten die Trainings - spezielle Übungen

Egal ob Fahranfänger, routinierter Vielfahrer, unsicherer Wenig-Fahrer oder sicherheitsorientierter Perfektionist - die Trainingscenter bieten eine Vielzahl von Trainings an. Das reicht vom Basistraining bis hin zum Intensivkurs. Immer geht es darum, das Fahrverhalten des eigenen Fahrzeuges in Extremsituationen kennenzulernen und das eigene Verhalten zu schulen. Sicherheitstrainings werden für PKW und Motorrad angeboten. Spezialtrainings sind aber auch für Geländewagen, Wohnmobile und LKW möglich. Üblicherweise gehören eine theoretische Einführung und praktische Übungen zum Training.
 
Im theoretischen Teil werden zum Beispiel Sicherheitsmechanismen des Autos wie ABS, die richtige Sitzhaltung, Ladungssicherung, Erwartungshaltungen und bisher gemachte Erfahrungen besprochen.
 
Auf dem praktischen Teil liegt der Schwerpunkt des Trainings. Der Schleuderkurs, Übungen zum Bremsen und zum Fahren auf verschiedenen Untergründen sind in der Regel immer Bestandteil der Kurse. Einige Übungen verlangen Fahrer und Auto viel ab. Da werden Grenzen ausgelotet. Nachfolgend einige Übungs-Beispiele:
 
  • Der „Büffeltritt“
    Der sogenannte Büffeltritt ist die abrupte Vollbremsung aus der vollen Fahrt heraus. Diese wird notwendig, wenn beispielsweise auf der Landstraße plötzlich ein Tier vor den Wagen läuft. Das Bremspedal muss dafür voll durchgedrückt werden. Einfacher gesagt als getan. Und wer das vor dem Ernstfall noch nie gemacht hat, könnte überfordert sein. Die Fahrtgeschwindigkeit bei der Übung liegt in der Regel bei 50 km/h. Je nach Schwierigkeitsgrad des Trainings kann sie auch höher liegen.
  • Das „Lenkradreißen"
    Hier dient eine Wasserwand als Hindernis und daran übt man ein plötzliches Ausweichmanöver. Die Übung wird mit unterschiedlichen Fahrbahnbelägen durchgeführt. Dabei lässt sich das unterschiedliche Verhalten des PKW bei trockener und nasser Fahrbahn austesten.
  • Das ausbrechende Heck
    Was tun, wenn man die Kontrolle über das Fahrzeug verliert, die Hinterräder die Bodenhaftung verlieren und eigenständig über den Asphalt schlittern? Diese Übung wird oft mithilfe einer Schleuderplatte durchgeführt, die in die Fahrbahn eingelassen ist und mit einem plötzlichen Ruck das Fahrzeug ins Schleudern versetzt.
  • Kreisbahnfahrten mit Unter- und Übersteuern
    Besonders in Kurvenlagen bei hohen Geschwindigkeiten wird deutlich, dass Fahrzeuge sehr unterschiedliche Lenkverhalten haben. Ein Auto, das übersteuert, fährt eine Kurve im Vergleich schärfer als ein Auto, welches untersteuert. Außerdem ist die Gefahr größer, dass die Hinterräder ausbrechen. Ob der eigene PKW unter- oder übersteuert und wie man damit umzugehen hat, weiß man nach einem Fahrsicherheitstraining.
 

Fahrtrainings für spezielle Zielgruppen

Neben diversen Trainingseinheiten werden auch Kurse für bestimmte Zielgruppen angeboten. Unter anderem sind das…
 
  • Senioren-Fahrsicherheitstraining
    Für viele Seniorinnen und Senioren gehören Führerschein und die Mobilität mit dem eigenen Auto zu einem selbstbestimmten Leben. Vor allem im ländlichen Raum sind sie mangels Alternative für ihre alltäglichen Erledigungen darauf angewiesen. Sie fahren seit Jahrzehnten Auto und entsprechend groß ist ihr Erfahrungsschatz. Wer älter wird merkt jedoch, dass sich das Reaktionsvermögen und Sinneswahrnehmungen verändern. An einem konkreten Alter lässt sich das nicht festmachen. Das spezielle Training gibt älteren Verkehrsteilnehmern ihre Sicherheit zurück und hilft, eventuell vorhandene Beschränkungen zum Beispiel in der Beweglichkeit zu kompensieren.
  • Frauen-Fahrsicherheitstraining
    Frauen fahren nicht schlechter Auto als Männer. Statistiken beweisen, sie verursachen weniger Unfälle. Das Frauen-Fahrsicherheitstraining ist kein Spezialtraining für vermeintliche Defizite von Frauen, sondern einfach ein "Mädels unter sich"-Training. Denn statistisch sind 75,5 Prozent der Teilnehmer am Sicherheitsfahrtraining Männer. Die Abwesenheit von Testosteron mit Benzin im Blut soll mehr Frauen zu einem Training bewegen. So lassen sich Trainingseinheiten entspannter absolvieren, Fahrprobleme angehen und Fragen offen besprechen.
  • Wohnmobilisten-/Anhänger-Training
    Nicht nur die Abmessungen von Wohnmobilen und Gespannen sind gewöhnungsbedürftig, ebenso deren Fahreigenschaften. Das Training vermittelt geübten und ungeübten Wohnmobilisten, wie man das größere Gefährt im Griff hat – auch in gefährlichen Situationen. So kann man die nächste Urlaubsreise entspannter und mit einem sicheren Gefühl antreten.
 

Voraussetzungen für ein Sicherheitsfahrtraining

Ohne Führerschein Klasse B kein Fahrsicherheitstraining – das besagen die Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrats.
 
Wer noch keinen Führerschein besitzt, sich aber trotzdem auf den Straßenverkehr vorbereiten und üben möchte, kann dies auf einem Verkehrsübungsplatz tun. Dieser ist nicht mit dem Fahrsicherheitszentrum zu verwechseln.
 
Je nach Kursangebot gibt es neben dem Führerschein weitere Voraussetzungen. Am Fahrtraining für Fahranfänger dürfen zum Beispiel Fahrer ab 17 Jahren teilnehmen. Fortgeschrittenen-Kurse wie das Aufbau-Training verlangen hingegen, dass die Teilnehmer bereits ein Basis-Fahrtraining abgeschlossen haben. Die jeweiligen Voraussetzungen können beim Veranstalter erfragt werden.
 
Das Fahrzeug, mit dem man das Training absolviert, muss verkehrssicher sein und den Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) entsprechen. Vor Kursantritt sollten die Bremsen und die Profiltiefe der Reifen kontrolliert werden, da das Fahrzeug hohen Belastungen ausgesetzt ist. Darüber hinaus ist die Überprüfung des Ölstands, des Kühlwasserstands und der Tankfüllung empfehlenswert.
 

Fazit:

Unter sicheren Bedingungen lernt jeder bei einem Fahrtraining sein Auto und sein Verhalten in Extremsituationen kennen. Ziel ist vor allem eine höhere Sicherheit durch vorausschauendes Fahren. Bedeutet, Gefahren erkennen, vermeiden und bewältigen. Ob Erst- oder Wiederholungsteilnehmer – langweilig wird es bestimmt nicht.

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